Fremdsprachen

In Zeiten einer zunehmenden Globalisierung sind Sprachenkenntnisse unverzichtbar, weshalb bei uns neben den üblicherweise angebotenen Sprachen Englisch als 1. Fremdsprache und Französisch als 2. oder 3. Fremdsprache auch Spanisch spätbeginnend und Italienisch und Chinesisch als Wahlfächer unterrichtet werden. Der Unterricht schließt den Erwerb international anerkannter Sprachdiplome mit ein.

Latein bietet für alle europäischen Sprachen eine gute Ausgangsbasis und wird deshalb in allen Zweigen angeboten.

Bilinguale Module in anderen Fächern wir z.B. Geschichte fördern die Anwendung der Fremdsprache als selbstverständliches Mittel der Kommunikation.

Neben dem Spracherwerb vermittelt der Fremdsprachenunterricht auch vielfältige Einblicke in Kultur, Geschichte und gesellschaftspolitische Entwicklungen der jeweiligen Länder.


Englisch

Besuch von Anthony Miranda, US-Konsul für öffentliche Aufgaben.

"Die englische Sprache durchdringt mittlerweile zahlreiche Lebensbereiche von Menschen auf der ganzen Welt. Sie ist die dominierende Sprache der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Politik, der Künste und der Unterhaltungsindustrie. Die SchülerInnen am Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal werden in ihrem späteren Studium und/oder Berufsleben sicherlich mit der englischen Sprache in Berührung kommen, deshalb sollen sie eine fundierte, praxisnahe und vielseitige Ausbildung erhalten.

Mit authentischen Materialien möchten die LehrerInnen der Fachschaft Englisch ihren Schülern die Freude am Schreiben, Sprechen und Diskutieren in der Zielsprache näher bringen und gleichzeitig ihre interkulturellen Kompetenzen schärfen. Dabei sollten die Schüler neben praktischen Aspekten auch die Ästhetik der englischen Sprache erkennen und Freude am Lesen von Originaltexten, ob als Auszug oder in der Ganzschrift, finden. Andere Lebenswelten und Lebensentwürfe können sie so besser verstehen und gleichzeitig ihre bestehenden Landeskunde-Kenntnisse stetig erweitern.

Um diesen Zielen gerecht zu werden finden die Schüler am Gymnasium der Schulstiftung auch zahlreiche extrakurrikulare Angebote vor. Sie können sich in einer umfangreichen Englisch-Bibliothek Bücher für die passende Alterskategorie ausleihen, an Sprachwettbewerben oder am Europäischen Jugendparlament teilnehmen, das Christmas Carol in München besuchen, auf der Burg Trausnitz Shakespeare erleben und Lesungen von englischsprachigen Autoren genießen. Auch der amerikanische Konsul Anthony Miranda und namhafte Politikexperten waren in den letzten Jahren in Seligenthal zu Gast. Zahlreiche Austauschprogramme (Finnland, Italien, Taiwan, USA) bieten weitere Anreize zur Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse."

"Fahrenheit 451". Guy Montag liest heimlich - verbotenerweise!
Seligenthaler besuchen den Grand Canyon State.
Abendstimmung im Grand Canyon State mit riesigen Kakteen
Aussichtspunkt am Rande des Grand Canyon
SchülerInnen der Q11 und Q12 besuchen "A Christmas Carol".
Schülerin des Gymnasiums in der Anglistikabteilung der Bibliothek.
Schülerinnen des Gymnasiums in der Bibliothek.
Sally Nicholls (left) reads excerpts from her new book
Shakespeare live - Taming of the Shrew am Gasteig
English Library
Schülerinnen des Gymnasiums in der Bibliothek.
Die englische Ausgabe des Buches
Schülerin des Gymnasiums in der Anglistikabteilung der Bibliothek.
Die deutsche Ausgabe des Buches
Lesungen Englisch

Lesungen

Kevin Brooks (c) Nadja Meister

Seminar besucht Lesung von Kevin Brooks

Mehrfacher Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises weiß zu begeistern

Die Buchhandlung Lehmkuhl (Schwabing) lud kürzlich zu einer Lesung des nordenglischen Autors Kevin Brooks ein. Deswegen bahnten sich interessierte Schüler des P-Seminars `The English Library` gespannt ihren Weg durch das hektische Treiben der Landeshauptstadt. In der ruhigen Atmosphäre der Buchhandlung angekommen, entführte sie dann Kevin Brooks sogleich in die post-apokalyptische, düstere Welt, die der preisgekrönte Jugendbuch-Autor für sein neues Buch Dogchild (deutscher Titel Deathland Dogs) erschuf. Zum ersten Mal in seiner langen Karriere blickt der Autor in die Zukunft und entwickelte dafür gleich noch eine neue Sprache. „Das war eine echte Herausforderung für mich“, schmunzelte sein charismatischer Übersetzer Michael Gutzschhahn, „während man im englischen Original vergeblich nach Apostrophen sucht und Sprache wirklich auf sein Wesentliches reduziert wird, findet sich in der deutschen Ausgabe des Buches zum Beispiel kein einziges Komma mehr. So haben wir das in Absprache mit Verlag und Autor gelöst.“

Reduzierung scheint sowieso eine der Hauptintentionen des Autors zu sein. Mehrere hundert Jahre in der Zukunft gibt es in Brooks Buch nur noch etwa 3000 Überlebende des „letzten Krieges“ – wie er das Buch ursprünglich nennen wollte. Die heute allgegenwärtige Technisierung und Digitalisierung: in dieser Gesellschaft Fehlanzeige. Trotz der ohnehin geringen Kopfzahl bekämpfen sich die letzten beiden Menschenstämme aber weiterhin skrupellos. Neben den beiden Clans ringen auch wilde Hundewesen um die knappen Ressourcen in den `Deathlands`. Der Junge Jeet, der Hauptcharakter des Buches, wurde von einem solchen Rudel gestohlen und von den Hunden erzogen. Wieder zurück bei den Menschen wird Jeet dann vor eine schwierige Aufgabe gestellt: er muss sich zwischen den zwei Wesen entscheiden, die in seinem Körper konkurrieren und soll eine gefährliche Mission erfüllen.  

Wer sich nun während der Lesung an Cormac McCarthys The Road und Rudyard Kiplings Jungle Book erinnert fühlte, den bestätigte der Autor im Fragenteil, denn „das sind die zwei Genre-Stränge, die ich zusammenführen wollte.“ Gefragt nach der Inspiration für den Roman führte Brooks weiter aus: „Ich wundere mich schon lange, wie es mir am Ende der Welt mit wenigen Menschen ergehen würde. Ich glaube, das würde mir gefallen. Es geht mir übrigens, wie in allen meinen Büchern, um die Frage nach Identität und auch um die Arroganz des Menschen, der sich selbst zu Unrecht als Krönung der Schöpfung ansieht“, so der selbsterklärte Pessimist und Hundeliebhaber.

Ist das noch Jugendliteratur fragte man sich als Hörer an manchen Stellen und genau dort liegt wohl auch eine Erklärung für Brooks großen Erfolg. Nie moralisierend nimmt er seine jugendlichen Leser ernst, traut ihnen etwas zu, will sie berühren, aber auch beklemmen.  Als die anwesenden jugendlichen und erwachsenen Leser die Gelegenheit hatten, den Autor mit Fragen zu löchern, erklärte Brooks seine Karriereentscheidung so: „Ich schreibe gerne für Jugendliche. Das ist einfach die intensivste Zeit des Lebens, alles fühlt sich so echt an und als ob es jeden Tag um Alles ginge. Ich bin da eigentlich so hineingeraten, es gab das Genre `Young adult fiction` noch gar nicht als ich mein erstes Buch Martyn Pig an Verlage schickte und endlich meine Stimme fand.“ Nach vielen tollen Fragen und aufschlussreichen Antworten wurde der Engländer noch nach seinem Arbeitsethos gefragt, dabei interessierten sich die Jugendlichen besonders dafür, ob man als Schriftsteller auf Inspirationen und Geistesblitze warten könne. Brooks verneinte dies vehement: „Ich schreibe fünf bis sechs Stunden täglich, an großartigen Tagen schaffe ich dann zwei Seiten, manchmal aber auch nur einen Satz, den ich dann abschließend in den Papierkorb werfe. Ein Fußballspieler oder eine professionelle Tänzerin können ja auch nicht warten, bis sie die Muse küsst. So ist das bei Autoren auch. Bis zu einem gewissen Grad ist das ein Handwerk, das man erlernen muss.“ Der 60-jährige Kevin Brooks, so war man sich am Ende der Lesung einig, beherrscht dieses Handwerk vorzüglich und nicht zuletzt dank der tollen Moderation durch Michael Gutzschhahn freute sich das P-Seminar `The English Library` über einen gelungenen Abend, der mit dem Kauf des Buches für die Bibliothek des Gymnasiums endete.

 

Michael Menauer


Französisch

SchülerInnen des Gymnasiums im Unterricht.

Die französische Sprache spielt in unserem Gymnasium eine bedeutende Rolle. Schüler können sie als 2. Fremdsprache ab der 6. Jahrgangsstufe und als 3. Fremdsprache ab der 8. Jahrgangsstufe erlernen.

In einer Zeit, in der Englischkenntnisse selbstverständlich geworden sind, ist es wichtig, durch weitere Fremdsprachenkenntnisse die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu erweitern.

Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag, den der damalige französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 unterzeichneten, sollte uns Auftrag und Verpflichtung sein, dieses einmalige Vertragswerk mit Leben zu füllen. Die persönliche Begegnung mit Jugendlichen anderer europäischer Länder ist gerade in einer Zeit wachsender nationalistischer Strömungen unabdingbar. Um diese Begegnungen zu einem echten Miteinander werden zu lassen, bedarf es guter bis sehr guter Kenntnisse der Sprache unserer Nachbarn.

Schüler, die Latein lernen, können in Französisch sowohl im Bereich der Grammatik als auch des Wortschatzes von ihren Lateinkenntnissen profitieren, aber auch ohne Lateinkenntnisse lässt sich Französisch gut erlernen.

 

 

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Latein

Unterricht

SchülerInnen im Lateinunterricht.

Latein ist ein Multivalenzfach, das viele Vorteile in sich vereint und in unserem modernen Leben für die SchülerInnen unschätzbare Dienste leistet:

  • Erlernung der akademischen Fachsprache für die Universität
  • Förderung grammatikalischen und logischen Denkens
  • Schärfung des analytischen Vorgehens
  • Deutliche Verbesserung im deutschen Ausdruck
  • Synergien mit Englisch (ca. 50% des engl. Wortschatzes ist faktisch Latein)
  • Gute Basis zur Erlernung von romanischen Fremdsprachen
  • Auseinandersetzung mit der griechisch-römischen Antike und unseren europäischen Grundwerten

Lehrwerke

Schülerinnen des Gymnasiums bei der Lateinlektüre.

Latein wird ab der 6. Klasse (L2) angeboten.

6. Klasse: Lehrbuch "Adeamus C1"

7. Klasse: Lehrbuch "Adeamus C2"

8. Klasse: Lehrbuch Cursus B3

9. Klasse: Lektürebuch "Buchner Lesebuch Latein Ausgabe A1"

10. bis 12. Klasse: Individuelle Texte


Unterrichtsprojekte

7. Klassen: Rudern mit der nachgebauten antiken Navis lusoria am 23. Juli 2020

Die 7. Klassen werden an den Projekttagen nach Regensburg fahren und mit der Navis lusoria, einem von Geschichtsstudenten der Universität Regensburg nachgebautem antikem römischen Ruderboot, auf der Waldnaab unterwegs sein. Dabei dürfen sie selbst Muskelkraft beim Rudern und Koordination sowie Teamgeist beim Halten des gemeinsamen Rudertaktes beweisen.

Proflifach Archäologie

In der Oberstufe erkunden die SchülerInnen in diesem Profilfach die Antike diesmal nicht anhand von Texten wie in der klassischen Philologie, sondern anhand von Ausgrabungen und Fundgegenständen aus der Antike, um Rückschlüsse auf die Lebensweise und den Alltag der damaligen Zeit zu ziehen.



spät beginnendes Spanisch

SchülerInnen der Brückenklasse.

Das Spanische ist die Muttersprache vieler Menschen der Welt, sie wird als offizielle Sprache in vielen Ländern gesprochen und ist Arbeitssprache internationaler Organisationen.

Das Erlernen der spanischen Sprache erleichtert die Verständigung in vielen Ländern dieser Erde und öffnet so die Tore zu neuen Kulturkreisen.

Den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Seligenthal werden neben sprachlichen Kenntnissen auch die kulturellen und sozialen Besonderheiten Spaniens und Hispanoamerikas nähergebracht: Innerhalb von „nur“ drei Lernjahren tauchen sie ein in die Schönheit der spanischsprachigen Welt, sie lernen Länder und Städte kennen, wandeln auf den Spuren der Mayas und Inkas und beschäftigen sich mit aktuellen Spannungsfeldern, wie dem Drogenhandel oder der Kinderarmut.

Am Gymnasium Seligenthal wird Spanisch ab der 10. Jahrgangsstufe als spätbeginnende Fremdsprache angeboten. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von ihren Kenntnissen in bereits erlernten Fremdsprachen und erreichen so in der Regel schnell ein hohes sprachliches Niveau.


Bei strahlendem Sonnenschein brachen 27 Schülerinnen und drei Lehrerinnen zu einer besonderen Reise auf: Der Austausch der beiden Schulen sollte zum 40. Mal stattfinden.
Gut ausgestattet mit den besten Wünschen der Eltern und vielen Gastgeschenken ging es gen Süden.

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Auf dieses Fazit konnten sich die Schüler der Empire High School einigen, als sie nach einem siebzehntägigen Aufenthalt in Deutschland wieder die Heimreise in das 9430 Kilometer entfernte Tucson (Arizona) antraten.

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