Gesellschaftswissenschaften

Die Gesellschaftswissenschaften befähigen die Schülerinnen und Schüler, gesellschaftspolitische und ökonomische Fragen zu reflektieren und sensibilisieren sie für die Erhaltung der Erde als Lebensgrundlage aller Menschen.

Sie schärfen das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und vermitteln ein Basiswissen für das Verständnis landes- und weltpolitscher Abläufe.

Ein fundierter Überblick über die Geschichte der Menschheit von der Steinzeit bis zur Gegenwart fördert die Herausbildung eines vertieften historischen Bewusstseins, das ein unverzichtbarer Orientierungsrahmen für die Bewertung aktueller Ereignisse ist.


Geographie

– eine Universal-Wissenschaft

Quelle: NASA

Die Fachschaft Geographie besteht insgesamt aus acht Lehrkräften. Dazu gehören Frau Judith Diehl, Frau Elisabeth Feldl, Herr Manuel Kupzog, Herr Sirko Müller, Frau Nathalie Neumaier-Pfättisch, Frau Mirjam Rusam-Pfättisch und Frau Kerstin Voll. Frau Cornelia Maringer hat die Fachbetreuung.
Geographie wird immer zweistündig im neuen G9 in den Jahrgangsstufen 5, 7, 10 und 11 und im z.T. noch laufenden G8 in den Jahrgangsstufen 8 und 10 unterrichtet. In der Oberstufe entscheiden sich die Schüler dann zwischen Geographie oder Wirtschaft/Recht.
 
Manchmal holen wir uns die Welt in die Schule, dann kommt z.B. ein mobiles Planetarium nach Seligenthal, um den Kindern der 5. Klasse das Weltall zu verdeutlichen. Die Geographie arbeitet zum Teil auch außerhalb der Schule. So gelingt es uns immer wieder, den Schülern spannende Exkursionen anzubieten. Dazu zählen nicht nur Fahrten zu Ausstellungen, sondern auch im Zuge der Schullandheimfahrten in der 5. Klasse werden v.a. geographische Inhalte beleuchtet, z.B. die Entstehung der Alpen in Garmisch-Partenkirchen oder Fossilienfunde in Eichstätt. Auch bei geographischen P-Seminaren wirken die Schüler vor Ort mit Kopf, Herz und Hand mit. Das letzte P-Seminar fuhr nach Prag, wo dann jeder Einzelne als Reiseführer der eigenen Gruppe die Stadt darbieten konnte. Gerade bei solchen Exkursionen zeigt sich die Universalität der Gesellschaftswissenschaft Geographie, denn es werden nicht nur physisch-geographische Themen, wie Flussverläufe und Talentstehungen, sondern auch anthropogen-geographische Themen, wie Stadtentwicklung, Klimawandel, Demographie oder Tourismus bearbeitet. Wirtschaftliche, naturwissenschaftliche und soziale Themen gehören alle zum Fach Geographie! Auch bei kleineren Unterrichtsgängen können die Schüler ihre Stadt kennen lernen oder einen Bauernhof oder Betrieb erkunden. Das Ergebnis eines vergangenen P-Seminars wird z.B. immer wieder bei der Stadterkundung eingesetzt, der Kinderstadtplan von Landshut, der bei der Touristen-Information im Rathaus erhältlich ist. Auch die Gesteins-Bestimmungs-Kisten eines abgeschlossenen P-Seminars, die das selbstständige Lernen der Kinder unterstützen und fördern, wurden schon rege im Unterricht verwendet. Neben der Arbeit mit dem Atlas wird die Arbeit mit modernen Medien ebenfalls in nahezu allen Jahrgangsstufen gefordert und gefördert. So sind computergestützte Präsentationen zu geographischen Themen keine Seltenheit.
Die Welt und deren Zusammenhänge verstehen und die eigene Position in diesem globalen Konstrukt erkennen, sind neben den interessanten Methoden, die es zu erlernen gibt, die Hauptpunkte der Geographie und v.a. die Begeisterung für unseren einzigartigen Planeten Erde!
 
Cornelia Maringer

Auf Strümpfen zu den Sternen

Auf Strümpfen zu den Sternen

Das mobile Planetarium zu Gast im Gymnasium Seligenthal.

 

 

 

 

Frau Maringer und die wilde 13

Frau Maringer und die wilde 13

Schülerinnen des P-Seminars Geographie bei der selbstständigen Bestimmung von Gesteinen bei der KTB in Windischeschenbach. Daraus entstand die Idee, Gesteinsbestimmungskisten für die Schule anzufertigen.

 

 

 

 

Geographen als Reiseleiter

Geographen als Reiseleiter

Eine Schülerin des P-Seminars versucht sich als Reiseleiterin in Prag.

 

 

 

 


Geschichte

Aus der Vergangenheit für morgen lernen

Schüler/innen von heute mit Inhalten von gestern auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten. Das mag im ersten Moment paradox klingen, ist jedoch genau das, was im Geschichtsunterricht passiert: Wichtige Ereignisse und grundlegende Entwicklungen in der deutschen, europäischen und internationalen Geschichte werden beleuchtet, damit sich die Jugendlichen historischer Errungenschaften und Problemstellungen bewusst werden, Zusammenhänge erkennen und reflektierte Urteile fällen. Sie bilden eigene Standpunkte und Werthaltungen heraus und werden gleichzeitig dazu befähigt, alternative Denk- und Handlungsweisen zu entwickeln. Zudem fördert der Geschichtsunterricht durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Epochen und Kulturen den Aufbau einer toleranten Einstellung gegenüber vermeintlich „Fremdem“ und setzt es sich zum Ziel, jungen Menschen die Notwendigkeit des gesellschaftlichen und politischen Engagements eines jeden Einzelnen im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erkennen zu lassen.

Zum Zweck der politischen und gesellschaftlichen Bildung arbeiten Geschichts- und Sozialkundelehrkräfte am Gymnasium Seligenthal eng zusammen oder unterrichten nach Möglichkeit beide Fächer in einer Jahrgangsstufe. So können unsere Schüler/innen in besonderer Weise in der Entwicklung wertschätzender und reflektierter Denkhaltungen gefördert und auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet werden. Was vergangen ist, ist Geschichte – aber von einem ausgeprägten und differenzierten Geschichtsbewusstsein junger Menschen können sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft enorm profitieren.


Skelettfund in Essenbach: Schüler/innen der Klasse 6d besuchen Ausgrabungsstätte

Skelettfund in Essenbach: Schüler/innen der Klasse 6d besuchen Ausgrabungsstätte

Die Klasse 6d fuhr am 07. Oktober 2019 nach Essenbach, wo die Schüler gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin, Frau Grüner, in Begleitung von Frau Wittmann die dortigen archäologischen Ausgrabungen anschauen durften. Da Archäologie Thema des Geschichtsunterrichts zu Beginn der 6.Klasse ist, bot sich diese Exkursion in den nahegelegenen Landkreis geradezu an.

Zwei Schüler berichten von diesem besonderen Erlebnis:

Dort angekommen erzählte uns der Kreisarchäologe, Herr Richter, zuerst anhand von Papptafeln mit Bildern viele spannende Fakten über die Bronzezeit. Zum Beispiel berichtete er darüber, dass damals viele Völker in der Umgebung der heutigen Stadt Landshut lebten. Da Holz zu dieser Zeit der wichtigste Rohstoff war, ging der Baumbestand in unserer Region drastisch zurück. Sehr interessant fand ich auch, dass aufgrund der Bronzeherstellung die Handelsrouten bereits zu dieser Zeit von England bis in den Orient reichten. Das Zinn etwa wurde aus England bezogen.

Anschließend besichtigten wir die Ausgrabungsstätte. Herr Richter zeigte uns zuerst ein Skelett...


P - Seminar Geschichte: Vertonung der Landshuter Stolpersteine

Landshuter Stolpersteine: P-Seminar vertont Audioguides
Seligenthaler P-Seminar vertont Stolpersteine für Landshut.

An einem verregneten Dienstagnachmittag im November 2016 machte sich eine kleine Gruppe von Q11 Schülern des Gymnasiums Seligenthal daran, die Stolpersteine der Stadt Landshut zu erkunden und mehr über die Biographien der hier wohnhaften Juden zu erfahren, die während Hitlers Schreckensherrschaft in Landshut ausgegrenzt, gedemütigt, in den Tod getrieben oder in den Tod deportiert wurden. Gerade hatte man gemeinsam die Arbeit im P-Seminar „Audioguides zu den Landshuter Stolpersteinen“ begonnen und jeder war gespannt, was ein ausgewiesener Experte über das Thema zu sagen haben würde und wo man – ganz getreu der Idee des Künstlers Gunter Demnig – über die Schicksale der Menschen stolpern würde.

Erfahren Sie mehr über das Projekt

 

Im April 2017 verlieh die Stiftung Zuhören, im Rahmen ihres bundesweiten Wettbewerbs tat:funk, dem P -Seminar des Gymnasiums Seligenthal den „Sonderpreis der Jury“.

Lesen Sie hier weiter

Zu den Berichten in der Landshuter Zeitung

Einleitung
Landshuter Stolpersteine vor Seligenthaler Str. 60.
Landshuter Stolpersteine vor Seligenthaler Str. 60.

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Sarah Lichtmannecker, Daniel Römer
Sprecher: Sarah Lichtmannecker (Sprecher 1), Daniel Römer (Sprecher 2)
Interviewpartner: Passanten in Landshut

Der Beitrag soll neugierig machen, wichtige Fragen aufwerfen und zum Weiterhören anregen. Passanten werden zu den Stolpersteinen befragt und das Schicksal der Ansbachers exemplarisch für das Leben der Landshuter Juden angeschnitten. Umrahmt wird das Intro von selbst eingespielter Musik, die in verschiedenen Variationen auch die anderen Audiobeiträge durchziehen wird.

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Stolpersteine der Familie Marx
Landshuter Stolpersteine: Ludwig Marx

Ort: Altstadt 178/179
Autoren: Lena Weigl, Daniel Römer und Sarah Lichtmannecker
Sprecher: Sarah Lichtmannecker (Sprecher 1), Lena Weigl (Sprecher 2)
Interviewpartner: Benedikt Schramm

Zu den Stolpersteinen der Familie Marx liegen die wenigstens validen Informationen vor. Neben der Darstellung derjenigen Fakten, die man der Familie klar zuordnen kann, gibt der Audioguide Informationen zum nahen Dreifaltigkeitsplatz und der historischen Dimension dieses Platzes.
Der Fokus des Audiobeitrags liegt neben der Familie Marx auf der Darstellung des jüdischen Lebens im mittelalterlichen Landshut und dem Unterschied zwischen Anti-Judaismus und Anti-Semitismus.

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Stolpersteine der Eltern Ansbacher und Tochter Elsa, Else Kohn und Rosa Hahn
Landshuter Stolpersteine Eltern Ansbacher

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Sarah Lichtmannecker, Daniel Römer
Sprecher: Konstantin Suttner (Sprecher 1), Sarah Lichtmannecker (Sprecher 2), Daniel Römer (Sprecher 3), Ernest Fricke (Sprecher 4)
Interviewpartner: Martin Anson (1989, interviewt von Halina Moss) und Martin Anson (1989, interviewt von Thomas Muggenthaler)

Am Schicksal der Ansbachers wird besonders deutlich, wie die jüdischen Landshuter Schritt für Schritt aus dem öffentlichen Leben gedrängt werden.

Die Ansbachers verlassen Franken fluchtartig und kommen in Landshut für eine Weile zur Ruhe. 1933 werden sie verhaftet und in Schutzhaft genommen, 1938 wird ihre Wohnung verwüstet und sie selbst werden verprügelt und nach Dachau verschleppt. Drei Familienmitglieder treffen 1942 den Entschluss, Suizid zu begehen.

Die Schwestern Rosa Hahn und Else Kohn, Bekannte der Familie, wollen ebenfalls nicht mehr leben.

Die Söhne Max und Wilhelm Ansbacher entscheiden sich gegen den Selbstmord.
Der Fokus des Audiobeitrags liegt auf den Erlebnissen der Familie im Jahr 1933 (Schutzhaft) und 1938 (Novemberpogrom).

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Stolpersteine der Ansbacher Söhne Wilhelm und Max
Landshuter Stolpersteine der Ansbacher Söhne Wilhelm und Max

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Lucy Büttner, Anna Sophia Riegert
Sprecher: Ernest Fricke (Sprecher 1), Anna Sophia Riegert (Sprecher 2), Lucy Büttner (Sprecher 3), Konstantin Suttner (Sprecher 4)
Interviewpartner: Ulrich Unseld, Martin Ansbacher (Interview mit Halina Moss 1989)

Die Leben von Wilhelm und Max zeigen natürlich zahlreiche Parallelen zum Leben ihrer Eltern und ihrer Schwester Elsa.

Die Erfahrungen des Novemberpogroms und die anschließende Verschleppung nach Dachau prägen auch ihr Leben und setzen ihrem geschäftlichen Erfolg ein Ende. Obwohl sie, wie auch ihre Eltern, 1942 den Deportationsbescheid erhalten, entscheiden sich Max und Wilhelm gegen den Suizid.

Der Audioguide konzentriert sich vor allem auf die unmenschlichen Verhältnisse im KZ Dachau und auf die Tage zwischen dem Suizid ihrer Familie und ihrer eigenen Deportation.

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Stolpersteine der Familie Schönmann
Landshuter Stolpersteine Isidor Schönmann

Ort: Theaterstraße Nr. 65
Autoren: Lara Bucka, Sophia Brunner, Konstantin Suttner
Sprecher: Lara Bucka (Sprecher 1), Sophia Brunner (Sprecher 2), Konstantin Suttner (Sprecher 3)
Interviewpartner: Herr Gervasoni, Herr Schindler

Die Schönmanns sind erfolgreiche Geschäftsleute und großzügige Menschen. Das berichtet Klaus Schindler, dessen Vater Georg mit Isidor Schönmann befreundet war. Der Audioguide erzählt von dieser Freundschaft und auch davon, wie sich Isidor als Träger des Eisernen Kreuzes vermeintlich in Sicherheit hätte wiegen können. Während Isidor 1939 die Flucht gelingt, sterben seine Eltern 1942 in Theresienstadt.
Der Audioguide konzentriert sich auf das Leben des Sohnes Isidor, seine Freundschaft mit Georg Schindler und eine Kanu-Reise nach Prag, die zeigt, dass sich Isidor nicht in Sicherheit wähnt.

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Stolpersteine der Familie Wittmann
Landshuter Stolpersteine Gertrud, Hans Johann, Luise Lotte Wittmann

Ort: Innere Münchner Str. 12
Autoren: Anna-Lies Pfaff, Lisa Pöll
Sprecher: Anna Sophia Riegert (Sprecherin 1), Lisa Pöll (Sprecherin 2), Anna-Lies Pfaff (Sprecherin 3) 
Interviewpartner: Eleonora Englisch, Ursula Weger, Mario Tamme

Gertrud Wittmann schreibt Hilde Hofer im Jahr 1942 eine Postkarte aus Regensburg, sie befindet sich mit ihrer Familie auf einer Fahrt nach Piaski und damit in den Tod. Gertrud und ihr Bruder Hans Johann müssen schon früh viele Rückschläge und Repressalien hinnehmen, trotzdem gibt es auch kleine Hoffnungsschimmer für sie: nicht-jüdische Landshuter Bürger helfen ihnen.

Der Audioguide konzentriert sich auf das Schicksal der Gertrud Wittmann, besonders auf ihre Schulzeit und die Entscheidung von Hilde Hofer, sich für das Mädchen einzusetzen und sich dabei nicht systemkonform zu zeigen.

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Stolpersteine von Adolf und Cäcilie Hirsch
Landshuter Stolpersteine Adolf und Cäcilie Hirsch

Ort: Theaterstraße 55-57
Autoren: Konstantin Suttner, Ernest Fricke
Sprecher: Ernest Fricke (Sprecher 1), Sophia Brunner (Sprecherin 2), Konstantin Suttner (Sprecher 3) 
Interviewpartner: Marianne Spornraft, Helmut Teichner im Interview mit Thomas Muggenthaler

„Ich bin doch ein Wohltäter der Stadt“, so äußert sich Adolf Hirsch, ein sehr erfolgreicher Landshuter Geschäftsmann, Arbeitgeber und Unterstützer der TG Landshut, als er gefragt wird, weshalb er Nazi-Deutschland nicht verlässt. Auch Cäcilie Hirsch will Landshut nicht verlassen, bis die Gestapo 1941 in ihre Villa am Annaberg eindringt, angeblich auf der Suche nach „unangemeldeten Geldern“.

Der Beitrag erzählt von Cäcilie Hirschs Sprung aus dem zweiten Stock und davon, weshalb Adolf Hirsch 1938 sein großes Geschäft im Herzen der Landshuter Altstadt und 1943 sein Leben verliert.

Der Audioguide konzentriert sich auf die zunächst erfolgreiche Karriere des Adolf Hirsch und seine Anstrengungen für die Stadt Landshut. Der Beitrag zeigt aber auch, mit welcher gnadenlosen Skrupellosigkeit den jüdischen Bewohnern Landshut nach Besitz und Leben getrachtet wurde.

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Stolpersteine der Familie Landauer
Landshuter Stolpersteine Richard, Eva Maria und Edith Landauer

Ort: Theaterstraße 55-57
Autoren: Anna Pfaff, Lisa Pöll, Sophia Brunner
Sprecher: Anna Pfaff (Sprecher 1), Lisa Pöll (Sprecher 2),
Interviewpartner: Dr. Mario Tamme

Die Tochter von Adolf und Cäcilie Hirsch heiratet einen Verleger aus München und gemeinsam freuen sie sich auf ein schönes Leben in Landshut. Doch die Erfahrungen unter dem Nazi-Regime bringen die junge Familie dazu, der Heimat den Rücken zu kehren und in England unter schwierigen Umständen und geändertem Namen neu zu beginnen.

Der Audioguide beschäftigt sich vornehmlich mit der Frage, unter welchen Bedingungen man Deutschland überhaupt verlassen durfte und welche Hindernisse die Landshuter Juden überwinden mussten, vor und auch nach der Auswanderung.

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Arbeitsblätter zu den Landshuter Stolpersteinen

Arbeitsblätter zu den Landshuter Stolpersteinen

Folgende Arbeitsblätter können Sie zum Gebrauch im Unterricht herunterladen:

 

AB: Familie Marx                      AB: Eltern Ansbacher

AB: Ansbacher Söhne             AB: Familie Schönmann

AB: Familie Wittmann              AB: Ehepaar Hirsch

 


Politik und Gesellschaft

Demokratie als eines der wertvollsten Güter unserer Zeit

Demokratie ist eines der wertvollsten Güter unserer Zeit. Nicht überall ist es selbstverständlich, dass sich der Bürger in Politik und Gesellschaft einbringt und einbringen darf. Freie Meinungsäußerung und die Akzeptanz verschiedener Ansichten, die durch den Rechtsstaat garantierte Gleichheit und Freiheit aller sowie freie und faire Abstimmungen und Wahlen nach dem Mehrheitsprinzip werden täglich weltweit mit Füßen getreten.

Das Fach Politik und Gesellschaft setzt es sich daher zum Ziel, unsere Jugendlichen zu mündigen und kritischen Bürgern zu erziehen, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zu leben und zu schätzen wissen. Sie lernen Ereignisse und Aussagen einzuordnen, aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sich selbst Gedanken zu machen und dementsprechend zu handeln. Durch das stete Einbeziehen aktueller Entwicklungen und Meldungen stärken wir das Bewusstsein, dass Politik jeden von uns jeden Tag betrifft und wir durch Engagement und Einsatz unsere Zukunft mitgestalten können.

Im sozialwissenschaftlichen Gymnasium wird das Fach Politik und Gesellschaft zudem durch das Fach Sozialpraktische Grundbildung ergänzt, das das soziale Umfeld der Jugendlichen noch näher beleuchtet und mit dem 15-tägigen Sozialpraktikum auch einen ganz realen Einblick in verschiedenste gesellschaftliche Bereiche bietet.

 


Sozialpraktische Grundbildung

Im sozialwissenschaftlichen Gymnasium wird das Fach Politik und Gesellschaft durch das Fach Sozialpraktische Grundbildung (G8: Klasse 8 bis 10, G9: Klasse 9 bis 11) bzw. Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder (Q-Stufe) ergänzt, das das soziale Zusammenleben in der Gesellschaft sowie die Möglichkeiten gesellschaftlichen und politischen Engagements näher beleuchtet.

Das 15-tägige Sozialpraktikum, das als Voraussetzung für den Eintritt in die Q-Stufe gilt, bietet einen ganz realen Einblick in verschiedenste soziale Berufe im Bereich Erziehung, Pflege, Medizin und Beratung. Unsere Schülerinnen und Schüler empfinden dies als eine sehr wertvolle Erfahrung, die gleichzeitig bereits Orientierung für die spätere Berufswahl gibt.

Ein besonderes Highlight des Sozialpraktikums stellt unser Förderpatenprojekt mit der Nikola-Grundschule dar. Die Patinnen und Paten betreuen dabei über das gesamte Schuljahr hinweg ein Grundschulkind und besuchen dies einmal pro Woche in der Grundschule, um mit ihm Hausaufgaben zu machen, lesen zu üben, zu spielen oder vieles mehr. In der regulären Praktikumszeit verbringen die Paten schließlich sieben Tage komplett an der Schule und begleiten ihr Patenkind während des gesamten Schultags.

Rollstuhlprojekt

Rollstuhlprojekt

„Mein Praktikum im Altenheim war sehr schön. Glücklicherweise haben wir vorher im Rollstuhlprojekt schon den Umgang mit Rollstühlen geübt, das ist nämlich gar nicht so einfach. Der Kontakt mit den Senioren war anfangs ungewohnt, aber mit der Zeit habe ich einige sehr ins Herz geschlossen bzw. ich wurde auch von ihnen ins Herz geschlossen. Am schönsten waren die Dankbarkeit der alten Menschen und deren Lächeln, wenn es ihnen gut ging.“ (Anaïs)

Nikola-Paten-Projekt

Nikola-Paten-Projekt

"Die Kleinen profitieren von den Großen und umgekehrt."

"Wir machen Hausaufgaben, spielen und reden."

"Es ist total interessant, die Welt aus der Kindersicht zu sehen."

"Ich freue mich jede Woche, wenn mein Pate zu mir in die Schule kommt."

Praktikum im medizinischen Bereich

Praktikum im medizinischen Bereich

„Das Praktikum im Krankenhaus brachte mir viele neue Erfahrungen im Berufsleben, welche man in der Schule nie mitbekommen würde. Es war schön, […] selbst mitzuwirken, Menschen zu helfen und sie bei ihrem, für sie teils nicht so schönem bzw. schmerzhaften Aufenthalt im Krankenhaus zu begleiten. Auch wenn die Arbeit anstrengend war, war die Zeit im Krankenhaus auch mit Spaß und Freude verbunden. (Sonja)


Wirtschaft und Recht

Wie entstehen Preise im Supermarkt?

Wieso macht das eine Unternehmen Fernsehwerbung und ein anderes nicht?

Was ist der DAX?

Mein neues Smartphone ist kaputt – was kann ich tun?

Weshalb gibt es eine Hundesteuer?

Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?

Diese und viel mehr Fragen werden in unserem Fach Wirtschaft und Recht beantwortet. Dabei ist ein ständiger Perspektivenwechsel zwischen Unternehmen, Haushalt und Staat unerlässlich. Entscheidungen aus Unternehmersicht machen für diese Sinn, können jedoch die Gesellschaft belasten. Dieses Dilemma wird im Unterricht unseres Faches stets aufgegriffen und es wird zusammen nach nachhaltigen Alternativen gesucht.

Des Weiteren denken sich die Schülerinnen und Schüler in das BGB ein. Sie erarbeiten und analysieren wichtige Normen rund um den Kaufvertrag und prüfen diese auf Sinnhaftigkeit und ihren Beitrag für ein gerechtes Miteinander. Wir legen Wert darauf, dass dieses Wissen auch auf reale Kaufsituationen übertragen wird.

Die Seligenthaler Schüler und Schülerinnen werden bei der Berufsorientierung begleitet, indem wir ihnen mehrere Wege der Selbstfindung aufzeigen, verschiedene Berufsfelder nahe bringen und den Bewerbungsprozess durchspielen. Dabei werden wir von der Agentur für Arbeit unterstützt.


Landshuter Stolpersteine wieder online

Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Geschichte haben 2017, unter der Leitung ihres Lehrers Michael Menauer, die verschiedenen Landshuter Stolpersteine vertont und Audioguides zu den Schicksalen jüdischer Einwohner Landshuts entwickelt. Diese Audioguides können Sie sich ab sofort wieder auf unserer Homepage anhören, die Texte nachlesen, sowie Arbeitsmaterial für den Unterricht herunterladen. Die Guides und die Texte können ebenfalls heruntergeladen werden.

Hier geht es zu den Landshuter Stolpersteinen