Gesellschaftswissenschaften

Die Gesellschaftswissenschaften befähigen die Schülerinnen und Schüler, gesellschaftspolitische und ökonomische Fragen zu reflektieren und sensibilisieren sie für die Erhaltung der Erde als Lebensgrundlage aller Menschen.

Sie schärfen das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und vermitteln ein Basiswissen für das Verständnis landes- und weltpolitscher Abläufe.

Ein fundierter Überblick über die Geschichte der Menschheit von der Steinzeit bis zur Gegenwart fördert die Herausbildung eines vertieften historischen Bewusstseins, das ein unverzichtbarer Orientierungsrahmen für die Bewertung aktueller Ereignisse ist.


Geographie

– eine Universal-Wissenschaft

Quelle: NASA

Die Fachschaft Geographie besteht insgesamt aus acht Lehrkräften. Dazu gehören Frau Judith Diehl, Frau Elisabeth Feldl, Herr Manuel Kupzog, Herr Sirko Müller, Frau Nathalie Neumaier-Pfättisch, Frau Mirjam Rusam-Pfättisch und Frau Kerstin Voll. Frau Cornelia Maringer hat die Fachbetreuung.
Geographie wird immer zweistündig im neuen G9 in den Jahrgangsstufen 5, 7, 10 und 11 und im z.T. noch laufenden G8 in den Jahrgangsstufen 8 und 10 unterrichtet. In der Oberstufe entscheiden sich die Schüler dann zwischen Geographie oder Wirtschaft/Recht.
 
Manchmal holen wir uns die Welt in die Schule, dann kommt z.B. ein mobiles Planetarium nach Seligenthal, um den Kindern der 5. Klasse das Weltall zu verdeutlichen. Die Geographie arbeitet zum Teil auch außerhalb der Schule. So gelingt es uns immer wieder, den Schülern spannende Exkursionen anzubieten. Dazu zählen nicht nur Fahrten zu Ausstellungen, sondern auch im Zuge der Schullandheimfahrten in der 5. Klasse werden v.a. geographische Inhalte beleuchtet, z.B. die Entstehung der Alpen in Garmisch-Partenkirchen oder Fossilienfunde in Eichstätt. Auch bei geographischen P-Seminaren wirken die Schüler vor Ort mit Kopf, Herz und Hand mit. Das letzte P-Seminar fuhr nach Prag, wo dann jeder Einzelne als Reiseführer der eigenen Gruppe die Stadt darbieten konnte. Gerade bei solchen Exkursionen zeigt sich die Universalität der Gesellschaftswissenschaft Geographie, denn es werden nicht nur physisch-geographische Themen, wie Flussverläufe und Talentstehungen, sondern auch anthropogen-geographische Themen, wie Stadtentwicklung, Klimawandel, Demographie oder Tourismus bearbeitet. Wirtschaftliche, naturwissenschaftliche und soziale Themen gehören alle zum Fach Geographie! Auch bei kleineren Unterrichtsgängen können die Schüler ihre Stadt kennen lernen oder einen Bauernhof oder Betrieb erkunden. Das Ergebnis eines vergangenen P-Seminars wird z.B. immer wieder bei der Stadterkundung eingesetzt, der Kinderstadtplan von Landshut, der bei der Touristen-Information im Rathaus erhältlich ist. Auch die Gesteins-Bestimmungs-Kisten eines abgeschlossenen P-Seminars, die das selbstständige Lernen der Kinder unterstützen und fördern, wurden schon rege im Unterricht verwendet. Neben der Arbeit mit dem Atlas wird die Arbeit mit modernen Medien ebenfalls in nahezu allen Jahrgangsstufen gefordert und gefördert. So sind computergestützte Präsentationen zu geographischen Themen keine Seltenheit.
Die Welt und deren Zusammenhänge verstehen und die eigene Position in diesem globalen Konstrukt erkennen, sind neben den interessanten Methoden, die es zu erlernen gibt, die Hauptpunkte der Geographie und v.a. die Begeisterung für unseren einzigartigen Planeten Erde!
 
Cornelia Maringer


Expedition Bauernhof

Auch in diesem Schuljahr durften die 5. Klassen wieder landwirtschaftliche Betriebe erkunden. So machte sich die Klasse 5d zum Lern- und Erlebnishof Gut Sochenberg der Familie Bader auf.

Nachdem es sich die Klasse auf Strohballen gemütlich gemacht hat und eine Einführung in die Bestandteile und Regeln des Hofes erhalten hat, ging die Expedition los: Wie verhalte ich mich im Rinderstall? Wozu dienen die Ohrmarken der Rinder? Wie schmecken Weizenkörner? Wer erklimmt als erstes den Hackschnitzelberg? Wer ist ein echter Pferdenarr? All diese und viele weitere Fragen konnten wir im Laufe unseres Aufenthalts beantworten. Danke an Frau Tanja Bader, dass wir auch in diesem Schuljahr wieder auf ihren Hof kommen durften.


Modellbau mal anders

Q12 P-Seminar 20/21 Geographie bei Frau Elisabeth Feldl: „Modellbau mal anders“.

Schülerinnen und Schüler als Architekten des modernen Geographieunterrichts
 
Donnerstag, 02. Dezember 2021: Neun Schüler und eine Lehrerin stecken im Mehrzwecksaal des Gymnasiums Seligenthal die Köpfe zusammen. Es ist Frau Feldl mit ihrem Q12 P-Seminar in Geographie „Modellbau mal anders“, das die letzten Vorbereitungen für seinen Präsentationsabend trifft. Auf den Tischen stehen in aller Pracht die Ergebnisse der Arbeit des letzten Jahres: selbst entworfene und eigenhändig erbaute Modelle zu den Höhenstufen der Alpen, der Glazialen Serie und der Plattentektonik. Anspannung und Aufregung steigen, doch an erster Stelle sind wir stolz auf das, was wir geleistet haben, und freuen uns darauf, das Seminar zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Schnell wird noch ein gemeinsames Gruppenfoto aufgenommen und dann geleiten wir auch schon die ersten Gäste in den Raum.
Nachdem wir bis zum Ende bangen mussten, ob der Abend aufgrund der verschärften pandemischen Lage überhaupt stattfinden dürfe, freuten wir uns sehr über die zahlreich erschienenen Gäste. So interessierten sich nicht nur viele Lehrer der Fachschaft Geographie für unsere Modelle, auch durften wir die Schulleitung sowie Vertreter von der Schulstiftung, dem Förderverein und dem Elternbeirat begrüßen. Besonders geehrt fühlten wir uns auch, dass sich viele unserer Sponsoren die Zeit für uns nahmen.
Und so war der Mehrzwecksaal gut gefüllt, als wir unsere Modelle präsentierten. Dabei erzählten wir nicht nur den Weg ihrer Entstehung, sondern konnten auch mit unserem jeweiligen Fachwissen glänzen. Insbesondere für die Lehrer wichtig war auch, was genau die Modelle eigentlich zeigen können und wie man sie im Unterricht einbinden kann. Dies durften wir in einer fünften Klasse bereits selbst erproben und ihr anhand unserer Modelle den Stoff vermitteln. Dadurch sind die Themen nicht nur anschaulicher und besser verständlich, besonders die jungen Schüler zeigen auch mehr Interesse und Motivation für den Unterricht. Auf diese Weise hoffen wir, zukünftige Schülergenerationen für die Geographie zu begeistern und der Schulfamilie mit den Modellen etwas zurückzugeben für die tollen Jahre am Gymnasium Seligenthal.
Da die Umsetzung unserer kreativen Vorstellungen erst mit den großzügigen Spenden unserer Sponsoren möglich wurde, möchten wir uns an dieser Stelle auch nochmals sehr herzlich beim Deutschen Alpenverein, der Geographischen Gesellschaft München, der Landshuter Zeitung, GS Elektronik GmbH, Lotto-Tabak Braun UG und ProBier bedanken!

Lia Rahman, Q12

Im Folgenden finden Sie kurze Erfahrungsberichte der Schüler*innen und den Film zur Entstehung und Verwendung der Modelle im Unterricht:

Modelle für den Geographieunterricht

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Auf Strümpfen zu den Sternen

Auf Strümpfen zu den Sternen

Das mobile Planetarium zu Gast im Gymnasium Seligenthal.

 

 

 

 

Frau Maringer und die wilde 13

Frau Maringer und die wilde 13

Schülerinnen des P-Seminars Geographie bei der selbstständigen Bestimmung von Gesteinen bei der KTB in Windischeschenbach. Daraus entstand die Idee, Gesteinsbestimmungskisten für die Schule anzufertigen.

 

 

 

 

Geographen als Reiseleiter

Geographen als Reiseleiter

Eine Schülerin des P-Seminars versucht sich als Reiseleiterin in Prag.

 

 

 

 


Geschichte

Aus der Vergangenheit für morgen lernen

Schüler/innen von heute mit Inhalten von gestern auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten. Das mag im ersten Moment paradox klingen, ist jedoch genau das, was im Geschichtsunterricht passiert: Wichtige Ereignisse und grundlegende Entwicklungen in der deutschen, europäischen und internationalen Geschichte werden beleuchtet, damit sich die Jugendlichen historischer Errungenschaften und Problemstellungen bewusst werden, Zusammenhänge erkennen und reflektierte Urteile fällen. Sie bilden eigene Standpunkte und Werthaltungen heraus und werden gleichzeitig dazu befähigt, alternative Denk- und Handlungsweisen zu entwickeln. Zudem fördert der Geschichtsunterricht durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Epochen und Kulturen den Aufbau einer toleranten Einstellung gegenüber vermeintlich „Fremdem“ und setzt es sich zum Ziel, jungen Menschen die Notwendigkeit des gesellschaftlichen und politischen Engagements eines jeden Einzelnen im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erkennen zu lassen.

Zum Zweck der politischen und gesellschaftlichen Bildung arbeiten Geschichts- und Sozialkundelehrkräfte am Gymnasium Seligenthal eng zusammen oder unterrichten nach Möglichkeit beide Fächer in einer Jahrgangsstufe. So können unsere Schüler/innen in besonderer Weise in der Entwicklung wertschätzender und reflektierter Denkhaltungen gefördert und auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet werden. Was vergangen ist, ist Geschichte – aber von einem ausgeprägten und differenzierten Geschichtsbewusstsein junger Menschen können sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft enorm profitieren.


Skelettfund in Essenbach: Schüler/innen der Klasse 6d besuchen Ausgrabungsstätte

Skelettfund in Essenbach: Schüler/innen der Klasse 6d besuchen Ausgrabungsstätte

Die Klasse 6d fuhr am 07. Oktober 2019 nach Essenbach, wo die Schüler gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin, Frau Grüner, in Begleitung von Frau Wittmann die dortigen archäologischen Ausgrabungen anschauen durften. Da Archäologie Thema des Geschichtsunterrichts zu Beginn der 6.Klasse ist, bot sich diese Exkursion in den nahegelegenen Landkreis geradezu an.

Zwei Schüler berichten von diesem besonderen Erlebnis:

Dort angekommen erzählte uns der Kreisarchäologe, Herr Richter, zuerst anhand von Papptafeln mit Bildern viele spannende Fakten über die Bronzezeit. Zum Beispiel berichtete er darüber, dass damals viele Völker in der Umgebung der heutigen Stadt Landshut lebten. Da Holz zu dieser Zeit der wichtigste Rohstoff war, ging der Baumbestand in unserer Region drastisch zurück. Sehr interessant fand ich auch, dass aufgrund der Bronzeherstellung die Handelsrouten bereits zu dieser Zeit von England bis in den Orient reichten. Das Zinn etwa wurde aus England bezogen.

Anschließend besichtigten wir die Ausgrabungsstätte. Herr Richter zeigte uns zuerst ein Skelett...


Seligenthal braut die „Weger-Weiße“

Ob Bierbrauen tatsächlich so eine „stressige Angelegenheit ist“, wie Braumeister Uwe Janssen augenzwinkernd behauptete, durften unsere Schüler an ihrem „Brautag“ selbst herausfinden.

Bei der Seminarwahl für das P-Seminar „Brauen eines Seligenthaler Bieres“ im Sommer 2019 konnten die Kursteilnehmer noch nicht ahnen, dass ihnen die Covid-19-Pandemie einen großen Strich durch die Rechnung machen würde. Das interdisziplinäre P-Seminar des Gymnasiums, das die beiden Fächer Geschichte und Chemie zusammenbringt, hatte sich zum Ziel gesetzt, nicht nur den chemischen Brauprozess, sondern vor allem auch den historischen Hintergrund des Bierbrauens näher zu beleuchten. Neben der Auseinandersetzung mit dem Reinheitsgebot von 1516 wollten die Schülerinnen und Schüler vor allem auch Quellenforschung betreiben. Tatsächlich gibt es gesicherte Informationen, dass im 18. Jahrhundert regelmäßig ein Bierausschank an der Klosterpforte stattgefunden haben soll. So reifte bei den beiden Seminarleiterinnen Martina Grüner und Christine Ingerl der Gedanke, für Seligenthal ein eigenes Bier zu brauen und dies im Rahmen eines P‑Seminars gemeinsam mit Schülern zu tun. Erfreulicherweise konnte man als externen Partner den Braumeister Uwe Janssen (Bierschau Landshut/Tiefenbach) gewinnen, dessen Töchter beide die Schule besuchen. Sein erst kürzlich verwirklichtes Projekt, eine Neuauflage des alten Landshuter „Reichardbräu‑Bieres“, passte ebenfalls exakt zum Vorhaben.

Hier klicken und mehr erfahren

Zusätzlich war geplant, das Seligenthaler Bier auf einem Verkostungsabend einem größeren Publikum vorzustellen, was angesichts der aktuellen Situation natürlich leider nicht möglich war. Während des gesamten letzten Jahres war zudem unklar, ob und wie das Seminar überhaupt weitergeführt werden kann, da es ja ohne den Praxisteil mehr oder weniger seinen Sinn verloren hätte. Deshalb war die Freude bei allen Beteiligten natürlich umso größer, als Frau Weger im Oktober 2020 schließlich grünes Licht gab, dass ein Brautag unter strengen Hygieneauflagen nun doch an der Schule durchgeführt werden könne. Der Name für das Bier war dann auch recht schnell gefunden – es sollte, in Anlehnung an unsere Direktorin, die „Weger-Weiße“ werden.

So kam Braumeister Uwe Janssen schließlich mit einigem Brau-Equipment in den Chemiesaal der Schule. Am Anfang des Projekttages klärte er den Kurs zunächst über die Inhaltsstoffe und den chemischen Aufbau des Bieres auf und konnte viele Zusammenhänge durch das Herzeigen von mitgebrachten Bestandteilen verdeutlichen. Die Schüler durften beispielsweise die noch unverarbeiteten Malzsorten oder den Hopfen probieren, was ihnen durch die unterschiedlich intensiven Geschmäcker viel Spaß bereitete. Im Anschluss begann der Brauprozess. Abwechselnd war es die Aufgabe der Kursteilteilnehmer, das Gemisch aus Produkten wie Malz und Hopfen in den entsprechenden Behältnissen zu verarbeiten. Nun hieß es rühren, rühren und nochmals rühren. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Schritten nutzte Herr Janssen, um beispielsweise auf die historische Bedeutung des Bieres einzugehen und dem Kurs verschiedene Biersorten der Welt vorzustellen.

Das Projekt sorgte im gesamten Schulhaus für Begeisterung, weshalb einige Lehrer immer einmal wieder im Chemiesaal vorbeischauten. Nach einem spannenden Tag, an dem der Kurs viel über die Arbeit des Braumeisters und den Brauvorgang selbst lernen und erleben durfte, ließen die Seminarteilnehmer den Nachmittag mit einer offenen Fragerunde an Herrn Janssen und einem „gemütlichen Beisammenstehen“ aller Beteiligten ausklingen. Sie überließen dem Braumeister abschließend das zubereitete Biergemisch, das unter seiner Aufsicht in den Räumlichkeiten der Bierschau in Tiefenbach gärt zu einem geeigneten Zeitpunkt dann schließlich auch verkostet wird. Dies kann zwar nun leider nicht mit der ganzen Schulfamilie, sondern nur im Privaten stattfinden – vielleicht aber dafür trotzdem in Dirndl und Lederhos’n.


P - Seminar Geschichte: Vertonung der Landshuter Stolpersteine

Landshuter Stolpersteine: P-Seminar vertont Audioguides
Seligenthaler P-Seminar vertont Stolpersteine für Landshut.

An einem verregneten Dienstagnachmittag im November 2016 machte sich eine kleine Gruppe von Q11 Schülern des Gymnasiums Seligenthal daran, die Stolpersteine der Stadt Landshut zu erkunden und mehr über die Biographien der hier wohnhaften Juden zu erfahren, die während Hitlers Schreckensherrschaft in Landshut ausgegrenzt, gedemütigt, in den Tod getrieben oder in den Tod deportiert wurden. Gerade hatte man gemeinsam die Arbeit im P-Seminar „Audioguides zu den Landshuter Stolpersteinen“ begonnen und jeder war gespannt, was ein ausgewiesener Experte über das Thema zu sagen haben würde und wo man – ganz getreu der Idee des Künstlers Gunter Demnig – über die Schicksale der Menschen stolpern würde.

Erfahren Sie mehr über das Projekt

 

Im April 2017 verlieh die Stiftung Zuhören, im Rahmen ihres bundesweiten Wettbewerbs tat:funk, dem P -Seminar des Gymnasiums Seligenthal den „Sonderpreis der Jury“.

Lesen Sie hier weiter

Zu den Berichten in der Landshuter Zeitung

Einleitung
Landshuter Stolpersteine vor Seligenthaler Str. 60.
Landshuter Stolpersteine vor Seligenthaler Str. 60.

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Sarah Lichtmannecker, Daniel Römer
Sprecher: Sarah Lichtmannecker (Sprecher 1), Daniel Römer (Sprecher 2)
Interviewpartner: Passanten in Landshut

Der Beitrag soll neugierig machen, wichtige Fragen aufwerfen und zum Weiterhören anregen. Passanten werden zu den Stolpersteinen befragt und das Schicksal der Ansbachers exemplarisch für das Leben der Landshuter Juden angeschnitten. Umrahmt wird das Intro von selbst eingespielter Musik, die in verschiedenen Variationen auch die anderen Audiobeiträge durchziehen wird.

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Stolpersteine der Familie Marx
Landshuter Stolpersteine: Ludwig Marx

Ort: Altstadt 178/179
Autoren: Lena Weigl, Daniel Römer und Sarah Lichtmannecker
Sprecher: Sarah Lichtmannecker (Sprecher 1), Lena Weigl (Sprecher 2)
Interviewpartner: Benedikt Schramm

Zu den Stolpersteinen der Familie Marx liegen die wenigstens validen Informationen vor. Neben der Darstellung derjenigen Fakten, die man der Familie klar zuordnen kann, gibt der Audioguide Informationen zum nahen Dreifaltigkeitsplatz und der historischen Dimension dieses Platzes.
Der Fokus des Audiobeitrags liegt neben der Familie Marx auf der Darstellung des jüdischen Lebens im mittelalterlichen Landshut und dem Unterschied zwischen Anti-Judaismus und Anti-Semitismus.

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Stolpersteine der Eltern Ansbacher und Tochter Elsa, Else Kohn und Rosa Hahn
Landshuter Stolpersteine Eltern Ansbacher

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Sarah Lichtmannecker, Daniel Römer
Sprecher: Konstantin Suttner (Sprecher 1), Sarah Lichtmannecker (Sprecher 2), Daniel Römer (Sprecher 3), Ernest Fricke (Sprecher 4)
Interviewpartner: Martin Anson (1989, interviewt von Halina Moss) und Martin Anson (1989, interviewt von Thomas Muggenthaler)

Am Schicksal der Ansbachers wird besonders deutlich, wie die jüdischen Landshuter Schritt für Schritt aus dem öffentlichen Leben gedrängt werden.

Die Ansbachers verlassen Franken fluchtartig und kommen in Landshut für eine Weile zur Ruhe. 1933 werden sie verhaftet und in Schutzhaft genommen, 1938 wird ihre Wohnung verwüstet und sie selbst werden verprügelt und nach Dachau verschleppt. Drei Familienmitglieder treffen 1942 den Entschluss, Suizid zu begehen.

Die Schwestern Rosa Hahn und Else Kohn, Bekannte der Familie, wollen ebenfalls nicht mehr leben.

Die Söhne Max und Wilhelm Ansbacher entscheiden sich gegen den Selbstmord.
Der Fokus des Audiobeitrags liegt auf den Erlebnissen der Familie im Jahr 1933 (Schutzhaft) und 1938 (Novemberpogrom).

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Stolpersteine der Ansbacher Söhne Wilhelm und Max
Landshuter Stolpersteine der Ansbacher Söhne Wilhelm und Max

Ort: Seligenthaler Straße 60
Autoren: Lucy Büttner, Anna Sophia Riegert
Sprecher: Ernest Fricke (Sprecher 1), Anna Sophia Riegert (Sprecher 2), Lucy Büttner (Sprecher 3), Konstantin Suttner (Sprecher 4)
Interviewpartner: Ulrich Unseld, Martin Ansbacher (Interview mit Halina Moss 1989)

Die Leben von Wilhelm und Max zeigen natürlich zahlreiche Parallelen zum Leben ihrer Eltern und ihrer Schwester Elsa.

Die Erfahrungen des Novemberpogroms und die anschließende Verschleppung nach Dachau prägen auch ihr Leben und setzen ihrem geschäftlichen Erfolg ein Ende. Obwohl sie, wie auch ihre Eltern, 1942 den Deportationsbescheid erhalten, entscheiden sich Max und Wilhelm gegen den Suizid.

Der Audioguide konzentriert sich vor allem auf die unmenschlichen Verhältnisse im KZ Dachau und auf die Tage zwischen dem Suizid ihrer Familie und ihrer eigenen Deportation.

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Stolpersteine der Familie Schönmann
Landshuter Stolpersteine Isidor Schönmann

Ort: Theaterstraße Nr. 65
Autoren: Lara Bucka, Sophia Brunner, Konstantin Suttner
Sprecher: Lara Bucka (Sprecher 1), Sophia Brunner (Sprecher 2), Konstantin Suttner (Sprecher 3)
Interviewpartner: Herr Gervasoni, Herr Schindler

Die Schönmanns sind erfolgreiche Geschäftsleute und großzügige Menschen. Das berichtet Klaus Schindler, dessen Vater Georg mit Isidor Schönmann befreundet war. Der Audioguide erzählt von dieser Freundschaft und auch davon, wie sich Isidor als Träger des Eisernen Kreuzes vermeintlich in Sicherheit hätte wiegen können. Während Isidor 1939 die Flucht gelingt, sterben seine Eltern 1942 in Theresienstadt.
Der Audioguide konzentriert sich auf das Leben des Sohnes Isidor, seine Freundschaft mit Georg Schindler und eine Kanu-Reise nach Prag, die zeigt, dass sich Isidor nicht in Sicherheit wähnt.

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Stolpersteine der Familie Wittmann
Landshuter Stolpersteine Gertrud, Hans Johann, Luise Lotte Wittmann

Ort: Innere Münchner Str. 12
Autoren: Anna-Lies Pfaff, Lisa Pöll
Sprecher: Anna Sophia Riegert (Sprecherin 1), Lisa Pöll (Sprecherin 2), Anna-Lies Pfaff (Sprecherin 3) 
Interviewpartner: Eleonora Englisch, Ursula Weger, Mario Tamme

Gertrud Wittmann schreibt Hilde Hofer im Jahr 1942 eine Postkarte aus Regensburg, sie befindet sich mit ihrer Familie auf einer Fahrt nach Piaski und damit in den Tod. Gertrud und ihr Bruder Hans Johann müssen schon früh viele Rückschläge und Repressalien hinnehmen, trotzdem gibt es auch kleine Hoffnungsschimmer für sie: nicht-jüdische Landshuter Bürger helfen ihnen.

Der Audioguide konzentriert sich auf das Schicksal der Gertrud Wittmann, besonders auf ihre Schulzeit und die Entscheidung von Hilde Hofer, sich für das Mädchen einzusetzen und sich dabei nicht systemkonform zu zeigen.

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Stolpersteine von Adolf und Cäcilie Hirsch
Landshuter Stolpersteine Adolf und Cäcilie Hirsch

Ort: Theaterstraße 55-57
Autoren: Konstantin Suttner, Ernest Fricke
Sprecher: Ernest Fricke (Sprecher 1), Sophia Brunner (Sprecherin 2), Konstantin Suttner (Sprecher 3) 
Interviewpartner: Marianne Spornraft, Helmut Teichner im Interview mit Thomas Muggenthaler

„Ich bin doch ein Wohltäter der Stadt“, so äußert sich Adolf Hirsch, ein sehr erfolgreicher Landshuter Geschäftsmann, Arbeitgeber und Unterstützer der TG Landshut, als er gefragt wird, weshalb er Nazi-Deutschland nicht verlässt. Auch Cäcilie Hirsch will Landshut nicht verlassen, bis die Gestapo 1941 in ihre Villa am Annaberg eindringt, angeblich auf der Suche nach „unangemeldeten Geldern“.

Der Beitrag erzählt von Cäcilie Hirschs Sprung aus dem zweiten Stock und davon, weshalb Adolf Hirsch 1938 sein großes Geschäft im Herzen der Landshuter Altstadt und 1943 sein Leben verliert.

Der Audioguide konzentriert sich auf die zunächst erfolgreiche Karriere des Adolf Hirsch und seine Anstrengungen für die Stadt Landshut. Der Beitrag zeigt aber auch, mit welcher gnadenlosen Skrupellosigkeit den jüdischen Bewohnern Landshut nach Besitz und Leben getrachtet wurde.

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Stolpersteine der Familie Landauer
Landshuter Stolpersteine Richard, Eva Maria und Edith Landauer

Ort: Theaterstraße 55-57
Autoren: Anna Pfaff, Lisa Pöll, Sophia Brunner
Sprecher: Anna Pfaff (Sprecher 1), Lisa Pöll (Sprecher 2),
Interviewpartner: Dr. Mario Tamme

Die Tochter von Adolf und Cäcilie Hirsch heiratet einen Verleger aus München und gemeinsam freuen sie sich auf ein schönes Leben in Landshut. Doch die Erfahrungen unter dem Nazi-Regime bringen die junge Familie dazu, der Heimat den Rücken zu kehren und in England unter schwierigen Umständen und geändertem Namen neu zu beginnen.

Der Audioguide beschäftigt sich vornehmlich mit der Frage, unter welchen Bedingungen man Deutschland überhaupt verlassen durfte und welche Hindernisse die Landshuter Juden überwinden mussten, vor und auch nach der Auswanderung.

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Arbeitsblätter zu den Landshuter Stolpersteinen

Arbeitsblätter zu den Landshuter Stolpersteinen

Folgende Arbeitsblätter können Sie zum Gebrauch im Unterricht herunterladen:

 

AB: Familie Marx                      AB: Eltern Ansbacher

AB: Ansbacher Söhne             AB: Familie Schönmann

AB: Familie Wittmann              AB: Ehepaar Hirsch

 


Politik und Gesellschaft

Demokratie als eines der wertvollsten Güter unserer Zeit

Nicht überall ist es selbstverständlich, dass sich der Bürger in Politik und Gesellschaft einbringt und einbringen darf. Freie Meinungsäußerung und die Akzeptanz verschiedener Ansichten, die durch den Rechtsstaat garantierte Gleichheit und Freiheit aller sowie freie und faire Abstimmungen und Wahlen nach dem Mehrheitsprinzip werden täglich weltweit mit Füßen getreten.

Das Fach Politik und Gesellschaft setzt es sich daher zum Ziel, unsere Jugendlichen zu mündigen und kritischen Bürgern zu erziehen, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zu leben und zu schätzen wissen. Sie lernen Ereignisse und Aussagen einzuordnen, aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sich selbst Gedanken zu machen und dementsprechend zu handeln. Durch das stete Einbeziehen aktueller Entwicklungen und Meldungen stärken wir das Bewusstsein, dass Politik jeden von uns jeden Tag betrifft und wir durch Engagement und Einsatz unsere Zukunft mitgestalten können.

Im sozialwissenschaftlichen Gymnasium wird das Fach Politik und Gesellschaft zudem durch das Fach Sozialpraktische Grundbildung ergänzt, das das soziale Umfeld der Jugendlichen noch näher beleuchtet und mit dem 15-tägigen Sozialpraktikum auch einen ganz realen Einblick in verschiedenste gesellschaftliche Bereiche bietet.


Kooperationen im Bereich der Gesellschaftswissenschaften

Schüler der Klasse 10b diskutieren, welche Themen ihre Wahl bestimmen werden

Das Gymnasium Seligenthal pflegt im Bereich der Gesellschaftswissenschaften zahlreiche Kooperationen.

So arbeiten wir mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing zusammen und nehmen dort regelmäßig mit Schülergruppen an Planspielen und Veranstaltungen teil oder laden Referenten zu Vorträgen und Workshops zu uns nach Seligenthal ein.

Wir pflegen intensive Kontakte zu den Landshuter Lokalpolitikern sowie Landtags- und Bundestagsabgeordneten aller Parteien, die politische Erfahrungen aus erster Hand mitteilen. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Betreuung des Landtagsamts sowie der bayerischen Ministerien erleben unsere Schülerinnen und Schüler zudem Politik vor Ort und erhalten Einblicke in die Landespolitik. Im Rahmen der Juniorwahl (eine Initiative des Kumulus e.V.) lernen die Jugendlichen sich eine politische Meinung zu bilden und diese in Wahlen auszudrücken. In Vorbereitung auf die Europawahl wurden wir durch den Kreisjugendring mit informativen Workshops unterstützt.

Ein regelmäßiger Gast ist der Jugendoffizier der Bundeswehr, der die Oberstufe jedes Jahr über die sicherheitspolitische Lage und die neuesten Entwicklungen informiert, ergänzt wird dieses Angebot für die Oberstufe durch Dr. Markus Hünemörder der LMU München zum Thema "USA Update - Current American Politics".

Die AG Jung trifft Alt engagiert sich in der AWO Landshut und gestaltet im Mehrgenerationenhaus in der Ludmillastraße die Nachmittagsbetreuung für Senioren mit.

Ein regelmäßiges Projekt ist der Soziale Tag der Stiftung Schüler Helfen Leben, bei dem unsere Jugendlichen einen Tag für den guten Zweck arbeiten.

Die Arbeitsgemeinschaft der Landshuter Frauenhäuser und der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt bietet Workshops zum Thema in den 9. Klassen an.

Im Rahmen des Sozialpraktikums bestehen seit vielen Jahren Kooperationen mit den Krankenhäusern und Kliniken in Landshut sowie mit zahlreichen Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche.


„Die Zukunft des größten Friedensprojektes: Deswegen bin ich heute hier.“

Frau Bach, Frau Weger und Tobias Schäffner (11b) vor dem EU-Infopoint

Die ehemalige Schülerin Anna Theresa Bach sprach mit der Klasse 11b über ihr Leben und ihre Arbeit im Herzen der EU.

Sogar überzeugte Wählerinnen und Wähler bei Bundestags- und Landtagswahlen wollen „den Termin am 9. Juni eher schwänzen“. Diese Sorge äußerte der renommierte Politologe Klaus Leggewie im Deutschlandfunk mit Blick auf die bevorstehenden Europawahlen. Im Angesicht der Herausforderungen und multiplen Krisen schildert er mit Nachdruck, wie dringend gleichzeitig eine hohe Wahlbeteiligung im Jahr 2024 ist. Eine richtungsgebende Schicksalswahl für alle europäischen Bürgerinnen und Bürger, keine Frage.

Da in der BRD die Wahl bereits ab 16 Jahren möglich ist, haben auch Bildungseinrichtungen hier eine besondere Verpflichtung: 4,8 Millionen junge Menschen dürfen in Deutschland das erste Mal über die Zusammensetzung des EU-Parlaments abstimmen.

Das Gymnasium Seligenthal nimmt diese Aufgabe gerne an und bietet den Schülerinnen und Schülern beispielsweise Juniorwahl, Infotafeln zu den Wahlprogrammen, EU-Crash-Kurse durch den Kreisjugendring, Europäisches Jugendparlament, EU als Thema des Sommerfestes, Berichte des Schulmagazins pieper und weitere Formate an. Dieses Jahr bekamen wir zudem ein weiteres Angebot direkt aus Brüssel:

Unsere ehemalige Schülerin Anna Theresa Bach ist derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin des EU-Abgeordneten Christian Doleschal (MdEP CSU, 36 Jahre). Kurz vor der bevorstehenden Wahl gab sie der Klasse 11b exklusive Einblicke in ihr Arbeitsleben und die Prozesse der EU.  

Aufgeschlossen und informativ sprach sie mit den interessierten Schülerinnen und Schülern über ihren spannenden Lebenslauf, den komplexen Gesetzgebungsprozess, über Interessensgruppen und die umfangreiche Arbeit der Abgeordneten.

Besonders beeindruckt hat uns, wie sie mit alltagsnahen Beispielen den Einfluss Europas auf unser Leben sichtbar gemacht hat: Sie nannte das Ende von Roaming-Gebühren und Lade-Kabel-Salat, „Right to Repair“ ein klares Zeichen gegen die ressourcenintensive Produktion und bedenkenloses Wegwerfen von Elektrogeräten sowie Europas offene Grenzen. Dieses grenzüberschreitende Denken gilt geographisch, aber auch digital. Deshalb kümmert sich die EU auch gerade um das problemlose Abrufen der bezahlten Streaming-Dienste innerhalb der Mitgliedsstaaten.

„Europa betrifft uns alle. Das wird besonders deutlich, wenn man weiß, dass nahezu 80% aller Gesetze in Deutschland auf EU-Richtlinien basieren“, die in Straßburg/Brüssel in jahrelangen Verhandlungen zum Ziel geführt wurden. Dass das „viele Kompromisse von allen Seiten braucht“ und alle Beteiligten „für sie tragbare Ergebnisse benötigen, die sie daheim den Wählerinnen und Wählern als Erfolg präsentieren können“ macht die Sache schwierig, aber umso wichtiger.

Mit verständlichen Beispielen zeigte uns Frau Bach, wie Lobbyistinnen und Lobbyisten in Brüssel Einfluss nehmen. Sie erklärte, welche Maßnahmen die EU trifft, um Transparenz zu schaffen, woher und von wem Fachwissen in die Gesetzgebungsprozesse eingebracht wird.

Angeregt diskutierte Frau Bach mit den gut vorbereiteten Schülerinnen und Schülern der 11b über die Nutzung von TikTok in der Politik, den Umgang mit anti-europäischen Kräften („die kommen meist gar nicht zu den Arbeitstreffen und sagen am Ende einfach „nein““). Besonders interessant waren für die Seligenthaler Schülerinnen und Schüler auch die Informationen zu Karrierechancen und möglichen Praktikumsplätzen in der EU sowie die aktuellen Prognosen zu den Wahlen.

Der ehemaligen Seligenthalerin war es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler Europa nicht als ein anonymes Bürokratie-Monster wahrnehmen. Sie beschrieb Europa als lebendes Gebilde, in dem auch viele junge Menschen arbeiten und sich für die Zukunft des größten Friedensprojektes einsetzen.  „Deswegen bin ich heute hier. Ich wollte die EU transparent machen und mit Leben füllen und euch zeigen, wie wichtig eure Stimme am 9. Juni sein wird!“

Liebe Frau Bach, vielen Dank für die mitreißenden 90 Minuten. Wir hoffen, dass die Seligenthaler Schulfamilie in den nächsten Jahren nochmal Gelegenheit hat, Ihre anschaulichen Informationen zur EU zu hören. Und wer weiß: Vielleicht laufen Sie in den Straßen Brüssels oder Straßburgs bald jemandem über den Weg, der während Ihres Vortrags Appetit auf eine Karriere in der EU bekommen hat!

 

See you soon and au revoir!

 

Michael Menauer


Kreisjugendring unterstützt Vorbereitung auf EU-Wahlen mit gelungenen Workshops

Am 9. Juni 2024 können ein Großteil der Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen bei den Europawahlen zum ersten Mal von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, da das Wahlalter in Deutschland bei 16 Jahren liegt.

Um die Jugendlichen gut vorzubereiten, bietet der Kreisjugendring Landshut Workshops zu der Wahl an. Laura Wisniewsky hat in diesem Rahmen fast alle wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler anschaulich und praxisnah an das Thema herangeführt.

Die Jugendlichen lernten viel über den Aufbau der EU und die Rechte des zu wählenden EU-Parlamentes. Sie benannten ihre eigenen Top-Themen und fanden heraus, welche Positionen die einschlägigen EU-Fraktionen zu diesen Themen einnehmen.

Durch diese gelungene Mischung aus Theorie und Praxis waren Frau Wiesniewskys Workshops sehr kurzweilig und am Ende waren sich alle Seligenthalerinnen und Seligenthaler einig:  die Wahl am 9. Juni „kann jetzt kommen, ich freue mich darauf und fühle mich vorbereitet.“ (Matthias Niedermaier, Klasse 10b)

Die Sozialpädagogin Laura Wiesniewsky bei einem der Workshops (Klasse 10b)

Sozialpraktische Grundbildung

Im sozialwissenschaftlichen Gymnasium wird das Fach Politik und Gesellschaft durch das Fach Sozialpraktische Grundbildung (Klasse 9 bis 11) bzw. Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder (Oberstufe) ergänzt, das das soziale Zusammenleben in der Gesellschaft sowie die Möglichkeiten gesellschaftlichen und politischen Engagements näher beleuchtet.

Das 15-tägige Sozialpraktikum, das als Voraussetzung für den Eintritt in die Oberstufe gilt, bietet einen ganz realen Einblick in verschiedenste soziale Berufe im Bereich Erziehung, Pflege, Medizin und Beratung. Unsere Schülerinnen und Schüler empfinden dies als eine sehr wertvolle Erfahrung, die gleichzeitig bereits Orientierung für die spätere Berufswahl gibt.

Rollstuhlprojekt

Rollstuhlprojekt

„Mein Praktikum im Altenheim war sehr schön. Glücklicherweise haben wir vorher im Rollstuhlprojekt schon den Umgang mit Rollstühlen geübt, das ist nämlich gar nicht so einfach. Der Kontakt mit den Senioren war anfangs ungewohnt, aber mit der Zeit habe ich einige sehr ins Herz geschlossen bzw. ich wurde auch von ihnen ins Herz geschlossen. Am schönsten waren die Dankbarkeit der alten Menschen und deren Lächeln, wenn es ihnen gut ging.“ (Anaïs)

Brücken-Paten-Projekt

Brücken-Paten-Projekt

"Die Kleinen profitieren von den Großen und umgekehrt."

"Wir machen Hausaufgaben, spielen und reden."

Ich freue mich jede Woche, meinen Paten zu treffen."

Praktikum im medizinischen Bereich

Praktikum im medizinischen Bereich

„Das Praktikum im Krankenhaus brachte mir viele neue Erfahrungen im Berufsleben, welche man in der Schule nie mitbekommen würde. Es war schön, […] selbst mitzuwirken, Menschen zu helfen und sie bei ihrem, für sie teils nicht so schönem bzw. schmerzhaften Aufenthalt im Krankenhaus zu begleiten. Auch wenn die Arbeit anstrengend war, war die Zeit im Krankenhaus auch mit Spaß und Freude verbunden. (Sonja)


Wirtschaft und Recht

Wie entstehen Preise im Supermarkt?

Wieso macht das eine Unternehmen Fernsehwerbung und ein anderes nicht?

Was ist der DAX?

Mein neues Smartphone ist kaputt – was kann ich tun?

Weshalb gibt es eine Hundesteuer?

Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?

Diese und viel mehr Fragen werden in unserem Fach Wirtschaft und Recht beantwortet. Dabei ist ein ständiger Perspektivenwechsel zwischen Unternehmen, Haushalt und Staat unerlässlich. Entscheidungen aus Unternehmersicht machen für diese Sinn, können jedoch die Gesellschaft belasten. Dieses Dilemma wird im Unterricht unseres Faches stets aufgegriffen und es wird zusammen nach nachhaltigen Alternativen gesucht.

Des Weiteren denken sich die Schülerinnen und Schüler in das BGB ein. Sie erarbeiten und analysieren wichtige Normen rund um den Kaufvertrag und prüfen diese auf Sinnhaftigkeit und ihren Beitrag für ein gerechtes Miteinander. Wir legen Wert darauf, dass dieses Wissen auch auf reale Kaufsituationen übertragen wird.

Die Seligenthaler Schüler und Schülerinnen werden bei der Berufsorientierung begleitet, indem wir ihnen mehrere Wege der Selbstfindung aufzeigen, verschiedene Berufsfelder nahe bringen und den Bewerbungsprozess durchspielen. Dabei werden wir von der Agentur für Arbeit unterstützt.


Wie legt man Geld richtig an?

Nachdem wir im Fach Wirtschaft und Recht mit unserer Lehrkraft Frau Feldl die Themen „Geld“, „Zahlungsarten“ und „Anlageformen“ besprochen haben, war ein ganz besonderes Highlight der Besuch eines Finanzexperten und Unternehmers. Stefan Helm besuchte am 2. Februar 2023 unsere Klasse, die 10a. Auf sehr anschauliche Weise und mit vielen Beispielen konnte er uns komplizierte, wirtschaftliche Sachverhalte ganz einfach vermitteln: Inflation, Kreislauf des Geldes, Gewinn und Wachstum, Cost-Average-Effekt, um nur einige Beispiele zu nennen. Der informative Vortrag verging wie im Flug, sodass wir sogar noch freiwillig länger blieben, um Herrn Helm Fragen stellen zu können. Unser Interesse auf die Finanzwelt ist also geweckt – vielen Dank!

Klassengemeinschaft 10a


Ein interessanter Nachmittag im Berufsinformationszentrum

Ein interessanter Nachmittag im Berufsinformationszentrum

Am Donnerstag, den 08.12.2022 hatten die Schüler und Schülerinnen der 9c und 9d ihre zweite Nachmittagsstunde „Modul zur beruflichen Orientierung“ (MbO). Los ging es um 13:45 Uhr im Klassenzimmer, wo Herr Vilsmeier und Frau Feldl ihre Klassen begrüßt haben. Danach machte sich die Gruppe zu Fuß auf den Weg zum Berufsinformationszentrum (BIZ), in der Leinfelder Straße ganz in der Nähe. Um kurz nach 14 Uhr fing der Vortrag im Gruppenraum des BIZ an. Frau Gabriele Schröter stellte sich als Ansprechpartnerin zur Berufs- und Studienwahl vor. Sie begleitete die beiden Klassen den Nachmittag über. Das Ziel der Veranstaltung war es, die Einrichtung des BIZ kennenzulernen und Informationen zur Berufs- und Studienplanung zu erhalten. Anfangs gab Frau Schröter den Schülern und Schülerinnen Tipps, ihre eigenen Interessen und somit die ungefähre Richtung einer späteren Beschäftigung zu finden. Außerdem wurden die Möglichkeiten der Jugendlichen besprochen, wie es nach dem mittleren Bildungsabschluss weitergehen kann. Dies erklärte Frau Schröter anschaulich durch eine Grafik. Die Schüler und Schülerinnen wurden in den Vortrag miteingebunden, indem sie häufig Fragen beantworten sollten und sie arbeiteten interessiert mit. Somit machte sich die 9c und 9d Gedanken, welche Möglichkeit für ihre eigene Zukunft am sinnvollsten wäre. Anschließend bekamen die Jugendlichen einen Arbeitsauftrag, den sie in Gruppen lösen sollten. Sie beschäftigten sich entweder mit dem Traumberuf „Flugzeuge bauen“ oder „Art Director/-in“. Die Schüler/-innen hatten 30 Minuten Zeit, um an den Computern des BIZ zu diesen Themen zu recherchieren und taten dies mit Freude. Außerdem gab es in dieser Zeit die Möglichkeit, sich ebenfalls über einen Beruf bzw. Studiengang zu informieren, den sich die Jugendlichen für sich selbst vorstellen könnten. Nach den 30 Minuten ging es zurück in den Gruppenraum, wo 3 Schüler/-innen der 9c ihre Ergebnisse der Recherche vorstellten. Um 15:45 Uhr endete die Veranstaltung und die 9c und 9d verabschiedeten Frau Schröter.

Am Ende waren sich alle einig, dass die Veranstaltung sehr interessant und aufschlussreich gestaltet wurde. Die Schüler und Schülerinnen waren fasziniert über die vielen Möglichkeiten der Berufs- und Studienwahl und freuten sich darüber, dass sie die Gelegenheit hatten, sich mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. „Ein sehr lehrreicher Nachmittag mit individueller Beratung und Aufklärung über die Berufswahl“, so Mariella Dengler aus der 9c.

Sophie Krämer, 9c


Nachhaltigkeit anhand von Siegeln erkennen – eine Plakataustellung der 10b

Demeter, Bioland, Naturland, Biokreis – Diese Namen hat bestimmt schon einmal jeder gehört und sich dabei gefragt, für was die Namen eigentlich stehen. 

Ebendiese Frage kam uns, der Klasse 10b, während eines Gesprächs zu Nachhaltigkeit im Fach Wirtschaft und Recht in den Sinn. Um mehr Wissen zu diesem Thema zu erlangen, haben sich kleine Schülergruppen mit jeweils einem dieser Siegel beschäftigt und ein Plakat sowie Referat vorbereitet. 

Dabei entstanden solch kreativ gestaltete Plakate, für die es nach dem gehaltenen Vortrag zu schade gewesen wäre, sie auf irgendwelchen Regalen verschwinden zu lassen. Daher hat uns unser Wirtschaftslehrer Herr Vilsmeier vorgeschlagen, diese Plakate für zwei Tage in der Pausenhalle auszustellen. Wir bereiteten alles vor und so hatten vom 25. bis 26. Oktober interessierte SchülerInnen die Möglichkeit sich vor der Schule als auch in den Pausen über verschiedene Siegel zu informieren. Hierbei teilten wir auch gerne unser zusätzliches Wissen, welches wir durch die Referatsvorbereitungen erlangt hatten. 

Zum Abschluss dieser kleinen Ausstellung waren wir überrascht von dem großen Andrang, der sich durchaus mit dem steigenden Interesse an einer nachhaltigen Lebensweise in Verbindung bringen lässt. 

Sophia Jaumann, 10b


Unternehmensgründung im P-Seminar: Besuch von Herr Schläger von der Hans Lindner Stiftung

Herr Schläger von der Hans Lindner Stiftung besuchte das P-Seminar Unternehmensgründung des Gymnasiums Seligenthal in Landshut. Am Seminar nehmen neun Schülerinnen und Schüler teil, welche sich auf zwei Gründerteams mit jeweils vier und fünf Mitgliedern aufgeteilt haben. Das Start-up-Unternehmen Interspace entwickelt eine Software in Kombination mit VR-Technologie, welche den Beschäftigten in der Baubranche ermöglicht, eine interaktive und effiziente Arbeit zu verrichten. Die Gründungsidee des Start-ups Leathertech ist die Produktion umweltfreundlicher und nachhaltiger Sportprodukte aus Apfelleder.

 

Herr Schläger präsentierte den Schülerinnen und Schülern das Finanzplanungstool im Programmiersystem Excel. Investitionsplanung und Finanzierung sind wichtige Bestandteile, um ein Unternehmen mit Zahlen und Fakten belegen und vorstellen zu können.

Durch sehr detaillierte und anschauliche Erklärungen führte er die Schülerinnen und Schüler durch die bevorstehenden Schritte für die jeweiligen Unternehmen. Herr Schläger überzeugte durch seine hohe wirtschaftliche Kompetenz und unterstützte die Gründerteams dabei die nächsten Schritte zu meistern. Es war ein sehr informativer und erfolgreicher Nachmittag für alle Anwesenden. Ein großes Dankeschön an Herr Schläger für seinen Besuch.

 

Maldet Lucas, Q11


Mit Greenpoints zum Klimaschutz

Seligenthalerinnen sichern sich mit Idee zum CO2-Sparen den zweiten Platz im Bundesfinale des YES!

Im Rahmen des Wettbewerbs „YES! -Young Economic Summit“ der Joachim Herz Stiftung beschäftigten sich die Seligenthalerinnen Elena Strasser, Barbara Paintner, Ronja Utz und Lilli Kobeck mit dem Thema „Klima am Limit“. Ihre Aufgabe war es, einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zu finden, um einen Lösungsbeitrag zur Klimakrise zu leisten. Die Schülerinnen des Gymnasiums Seligenthal, welche von den Lehrkräften Elisabeth Feldl und Michael Vilsmeier betreut wurden,  entwickelten dabei die Idee der „Greenpoints“.

Greenpoints sind ein Nudgingsystem in Mensen, Cafeterien und Kantinen, mit denen die Kunden zum Verzehr des Gerichtes mit der besseren CO2-Bilanz geführt werden sollen. Mit der Wahl des umweltfreundlicheren Gerichtes erhält man einen Greenpoint. Für diese Punkte können die Kundinnen und Kunden kostenlose Speisen oder Preisnachlässe erhalten. Erfolgen soll die Umsetzung mit Hilfe einer App. So können die Nutzer dieser App Greenpoints sammeln, für ihre Lieblingsgerichte abstimmen und sogar die Rezepte aller CO2-armen Gerichte nachschlagen. Dies erleichtert den Kantinen die Planung und beliebtere Gerichte können vermehrt angeboten werden.

Die vier Schülerinnen mit dem Teamnamen „Greenchoice“ konnten bereits einige Partner für ihr Vorhaben gewinnen: So vereinbarten sie mit der FH Landshut, dass ihre App im Umfang einer Semesterarbeit von Studierenden programmiert werden soll. Der „Weltacker Landshut“ unterstützt das Team finanziell und das „KErn – Kompetenzzentrum für Ernährung“ trägt mit CO2-Bilanzen der verschiedenen Zutaten zum Gelingen des Projektes bei.

Barbara Paintner, Lilli Kobeck, Ronja Utz und Elena Strasser arbeiteten zusammen mit Wissenschaftlerinnen des ifo-Instituts an ihrer Idee und konnten im Regionalfinale in München die anwesenden Experten von ihrer Idee und vor allem durch ihre ausgereifte wissenschaftlich fundierte Arbeitsweise überzeugen. Das Team „Greenchoice“ erhielt für die „beste wissenschaftlich fundierte Einreichung“ des deutschlandweiten Wettbewerbs eine Wild-Card für das Bundesfinale in Hamburg. Dort stellten sie ihr Konzept 17 anderen Teams aus Deutschland, Großbritannien und den USA in englischer Sprache vor. Die Seligenthalerinnen konnten überzeugen und sich den 2. Platz im Bundesfinale sichern.

Das Team „Greenchoice“ erhält daher die Möglichkeit nach Berlin zu reisen und ihre Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zu präsentieren. Die Wahrscheinlichkeit steht nicht schlecht, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, demnächst „Greenpoints“ in Ihrer Kantine sammeln können.


E-Mobilität leichter gemacht

E-Mobilität leichter gemacht

Tesla, Amazon, Apple und all diese großen Firmen, haben damit angefangen ihre Idee zu einem Unternehmen auszuarbeiten. Lisa Welther, Amelie Hartl, Vi Huynh und Sarah Rodatz, durften in den letzten Monaten erleben, was dies bedeutet und wie viel Arbeit und Durchhaltevermögen es braucht, um ein Unternehmen zu gründen.

Die Schülerinnen haben im Rahmen des Wettbewerbes Ideen machen Schule, ein Gründerspiel der Hans-Lindner-Stiftung, ein fiktives Unternehmen gegründet. Zu Beginn des Schuljahres fingen sie an Ideen für ihr Unternehmen zu sammeln. Sie stellten sich die Fragen: „Was sollen wir gründen? Wie soll es heißen? Was müssen wir alles beachten? Wer könnte uns helfen?“

Die Antwort war E-Share. Ein Unternehmen bei dem E-Auto-Fahrer mit privaten Personen, die Strom verkaufen, verbunden werden. Diese grobe Idee war erst der Anfang, jetzt ging es darum diese Idee in einem Businessplan und in einem Finanzplan auszuarbeiten. Die vier Seligenthalerinnen mussten sich überlegen, wo die App überall verfügbar ist, wie sie Geld sammeln und verdienen und noch vieles mehr.

Es entstanden Bilder, wie die App aussieht und auf denen man sieht, wie die App zu benutzen ist. Auch musste man überlegen, welche Tätigkeiten in der Firma benötigt werden. So erstellten die jungen Unternehmerinnen passgenaue Lebensläufe zu den gesuchten Aufgaben. Die Gründerinnen haben sich auf diesem Weg zu zwei Informatikerinnen, einer Marketing- und Verwaltungsmanagerin und einer Vertrieblerin spezialisiert. Dazu wurde noch ein Mitarbeiter, der als Informatiker arbeitet, eingestellt. Durch eine eigene Umfrage sammelte das E-Share-Team Informationen darüber, wie gut die App bei Nutzer ankommen würde. Diese Umfrage wurde von LehrerInnen und MitarbeiterInnen bei BMW beantwortet. Ein wichtiger Punkt war auch, wer die Konkurrenz ist und wieso E-Share besser als die Konkurrenz ist.

Der Firmensitz befindet sich im Gewerbegebiet in Geisenhausen. Dort besitzt das junge Gründerteam auch ein E-Auto und eine Ladesäule. Im Laufe der Zeit entstanden als Werbemaßnahmen eine Website, Visitenkarten, Flyer und ein Instagram Account. In dem Finanzplan wurden alle Kosten zusammengetragen, um zu errechnen, wie viel Fixkosten und variable Kosten entstehen und ob man Gewinn erzielen kann.

Nachdem dieses Konzept geprüft wurde und das Team den 1. Platz in der Spielregion in Landshut erzielt hat, ging es darum einen Vortrag für das Finale im Schloss in Mariakirchen am 06.07 zu gestalten. In diesem Vortrag zeigte E-Share die wichtigsten Punkte und Informationen zur Idee auf. Das Highlight des Vortrages war ein bedrucktes Bobbycar, das als Firmenauto seinen Auftritt hatte. Die ganze Arbeit von über einem halben Jahr hat sich gelohnt, da die vier jungen Gründerinnen die Juroren aus der Wirtschaft überzeugen konnten und den 1.Platz in der Juniorstaffel im Gesamtwettbewerb mit über 100 Businessplänen erzielten.

Sarah Rodatz, 9a


Ist das BIP als Wohlstandsindikator noch zeitgemäß?

Im Fach Wirtschaft und Recht haben wir mit unserer Lehrkraft Frau Feldl das Bruttoinlandsprodukt (BIP) thematisiert. Dabei kristallisierte sich jedoch auch heraus, dass dieses oft unter Kritik steht. Wir hatten daher die Aufgabe, über einen selbstgewählten alternativen Wohlstandsindikator in Gruppen zu recherchieren und anschließend eine Präsentation zu halten sowie ein Plakat vorzubereiten. Dabei wurde über folgende alternative Wohlstandsindikatoren referiert: Happy Planet Index (HPI), Human Development Index (HDI), BIG-MAC-Index, Environmental Performance Index (EPI), Index der nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlfahrt sowie der Welthunger-Index. Es wurde dabei deutlich, dass bei aller Relevanz auch alternative Wohlstandsindikatoren  Probleme mit sich bringen und das BIP trotz allem am verlässlichsten zu ermitteln und zu interpretieren scheint. Die Arbeit in Gruppen hat unsere Teamfähigkeit, aber auch Eigenverantwortlichkeit, gestärkt. Es war eine lehrreiche Alternative zu der klassischen Unterrichtsform und hat uns viel Freude bereitet.

Sophia Prädel, 10d


„Don’t worry, eat happy“ – Unternehmergeist am Gymnasium Seligenthal

Die Seligenthaler Unternehmerinnen Happy Food gewinnen die Juniorstaffel des Gründerwettbewerbs „Ideen machen Schule“ der Hans-Lindner-Stiftung. Das Team Ivy & Rose konnte sich den 2. Platz der Seniorstaffel sichern.

Mit dem Werbespruch „Don’t worry, eat happy“ und einem eindrucksvollen Werbevideo konnte das Team Happy Food, bestehend aus Babara Paintner, Ronja Utz, Lilli Kolbeck, Elena Straßer und Amelie Sauer, nicht nur die Juroren überzeugen, sondern auch für gute Laune während der virtuellen Siegerehrung des Wettbewerbs sorgen.

„Das Planspiel hat mir das Unternehmertum nähergebracht, nun kann ich mir vorstellen später selbst ein Unternehmen zu gründen.“

So bilanzierte Barbara Paintner nach Abgabe des Businessplans. Mit der Geschäftsidee gesundes, nachhaltiges und regionales Fast-Food aus biologischem Anbau anzubieten, traf das Team den Nerv der Zeit und schaffte die Grundlage für die Arbeit am Businessplan. Happy Food zeigte durch eine umfangreiche Marktanalyse, eine geschickte Standortwahl und eine ausführliche Finanzplanung, wie gut sie sich in das Thema Unternehmensgründung eingearbeitet haben.

Mit Kreativität zum Erfolg

Urban Gardening ist auf dem Vormarsch, doch was soll man machen, wenn man mehrere Tage nicht in der Stadt ist. Ivy&Rose können dieses Problem lösen. Sie bieten ihren Kunden an, die Pflege aller Pflanzen direkt vor Ort oder in ihrem Pflanzenhotel zu übernehmen. Vor allem die kreative Ausarbeitung des Businessplans und des Imagefilms von Verena Niederreiter und Victoria Blum führten zu großem Lob von Seiten der Jury: „Dieses Video könnte genauso gut als Fernsehwerbung durchgehen.“

Spielregion Landshut geht an Seligenthal

Gemeinsam mit den Lehrkräften Elisabeth Feldl und Michael Vilsmeier arbeiteten die insgesamt sechs Teams des Gymnasiums Seligenthal an ihren Geschäftsideen. Diese reichten von einem Fitnessstudio rein für Frauen bis hin zu einem Transportunternehmen, das per Lasten-E-Bike Lieferungen vor Ort übernimmt. So konnten in der Spielregion Landshut in der Juniorstaffel die ersten vier Plätze nach Seligenthal geholt werden. Auf Happy Food folgten die Teams von LESOM, MMM und Yusö – Der Transport für die Umwelt. Die Seniorstaffel ging an Ivy&Rose. Durch die Erfolge im Regionalentscheid, konnten sich Happy Food, LESOM und Ivy&Rose für die Endrunde des Gesamtwettbewerbs qualifizieren, in der sie ein Video erstellen mussten, in dem sie ihre Geschäftsidee präsentierten. Neben den bekannten Platzierungen konnte sich zudem LESOM über den 6. Platz im Gesamtwettbewerb freuen.  

Feldl Elisabeth und Vilsmeier Michael


Die Geldpolitik des Eurosystems

Quelle: Pixabay

Lang herbeigesehnt konnten wir im Januar, dank unserer Wirtschaftslehrerin Frau Feldl, endlich einen Gast aus München - zumindest virtuell - begrüßen: Den zum Stab des Präsidenten gehörenden Helmut Wahl von der Hauptverwaltung der Bundesbank. In seinem informativen und anschaulichen Vortrag zeigte Herr Wahl dem Wirtschaftskurs aus der Q12 grundlegende Informationen und Aufgaben der Bundesbank auf und ging auf die Instrumente der Geldpolitik sowie die Rolle der Deutschen Zentralbank im Eurosystem ein. So erläuterte er nicht nur das oberste Ziel der Notenbanken im Eurosystem, nämlich die Preisstabilität zu gewährleisten, sondern ebenfalls die geldpolitischen Instrumente zum Erreichen dieses vorrangigen Ziels. Aber auch auf aktuelle Themen nahm er Bezug, wie beispielsweise die geldpolitischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Zusammenfassend kann man sagen, dass es trotz der ein oder anderen technischen Schwierigkeit ein sehr interessanter und lohnenswerter Vortrag war, der unser Verständnis für die Geldpolitik grundlegend vertieft und ausgebaut hat.

Julia Groß & Julia Zillner


Studium oder Ausbildung?

 

Vor dieser Frage stehen vor allem Schüler*innen der 10. Klassen. Um uns bei dieser Entscheidung zu unterstützen, durften wir, die Klasse 10a, einen virtuellen Ausflug in das BIZ (Berufs-Informations-Zentrum) unternehmen. Im Laufe des Vortrags zeigte uns Frau Schröter, eine Angestellte des BIZs, einiges Wissenswerte über den Aufbau und die verschiedenen Angebote des BIZs bis zu hilfreichen Internetseiten, um uns unsere Entscheidung leichter zu machen.

Insgesamt war der Vortrag sehr informativ und hat uns in unserer zukünftigen Berufswahl geholfen.

Eva Sophia Engmann, 10a


Förderverein spendet Berufswahlordner

Die Berufliche Orientierung ist ein lebenslanger Prozess, der bereits im Kleinkindalter beginnt. Mit Aussagen wie: „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann!“ beginnen diese Überlegungen, werden später verworfen, verfestigt oder spezialisiert. Am Gymnasium werden in der Unter- und Mittelstufe immer wieder Projekte und Aktivitäten zum Kennenlernen von Berufsfeldern unternommen. Mit der 9. Jahrgangsstufe steigt die Intensität dieser Angebote, Schülerinnen und Schüler können in allen Unterrichtsfächern an Planspielen, Diskussionen und Wettbewerben teilnehmen. Dadurch erhalten sie Einblicke in vielfältige Berufsfelder und können Soft Skills erlernen und ausprägen. Im Fach Wirtschaft und Recht stehen die „Entscheidungen im Zusammenhang mit Ausbildung und Berufswahl“ auf dem Lehrplan, dazu wird ein ausführliches Bewerbungsportfolio angelegt.

Um all diese Informationen, Möglichkeiten und erworbenen Erkenntnisse zu konservieren, führte die Fachschaft Wirtschaft und Recht im vergangenen Schuljahr den Berufswahlpass ein. Dieser dient zum Verwahren aller Zertifikate, Urkunden und Bescheinigungen, er ist zentraler Sammelpunkt der Beiträge aller Fachschaften zum Thema Berufs- und Studienorientierung und liefert einen Überblick über die Angebote an der Schule und die am Orientierungsprozess beteiligten Personen. Der Berufswahlpass zeigt den Schülerinnen und Schülern somit ihren eigenen Orientierungsprozess und den individuellen Stand auf. Er begleitet die Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe bis zum Abitur.

Da der Berufswahlpass optisch nicht der größte Hingucker war, es handelte sich nur um einen grauen Ordner, stieß die Idee des Fördervereins einen Seligenthaler-Ordner zu designen auf großen Anklang in der Fachschaft Wirtschaft und Recht. Der Förderverein vertreten durch Frau Hoppe-Nicolai kümmerte sich um Design und Beschaffung der wunderschönen und robusten Ordner. Neben dem typischen Gelb des Gymnasiums und dem Turm der Abteikirche ist auf dem Ordnerrücken eine schöne Bleistiftzeichnung von Seligenthal zusehen.

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich sehr über die praktischen und stilvollen Ordner. Aber auch Sie können einen solchen Ordner für 10€ erwerben und dadurch dem Förderverein gleichzeitig eine Spende zukommen lassen.

Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Seite des Fördervereins: http://www.foerder-gym-seligenthal.de/


Verlockungen im Supermarkt

Wir, die Klasse 9b, haben am Montag, den 26. Oktober 2020, gemeinsam mit unserer Lehrkraft, Frau Feldl, einen Unterrichtsgang zum EDEKA-Markt an der Podewilsstrasse unternommen. Ziel des Marktbesuches war es, die im Rahmen des Unterrichtsfaches Wirtschaft und Recht erlernten Inhalte zum Thema „Werbung und Verkaufsstrategien“ praxisnah zu erleben.

Mit Hilfe eines Fragebogens sollten wir die Verkaufsstrategien des besuchten Marktes analysieren. So galt es Fragen zum Aufbau des Supermarktes, zu auffällig großen Preisunterschieden innerhalb derselben Produktarten sowie zu sogenannten „Schüttkörben“ oder „Wühltischen“ zu beantworten.

Darüber hinaus haben wir sozusagen im Eigenversuch erfahren, mit welchen Methoden wir schon von außen in das Geschäft gelockt werden, oder wie bzw. warum wir alleine von Musik, Beleuchtung und Temperatur im Markt unbewusst beeinflusst werden.

Am Ende des Besuches durften sich alle Schüler noch etwas kaufen, wobei wir mit neuem und praxiserprobtem Wissen wieder zurück zur Schule gegangen sind. Wenn wir nun in Zukunft einkaufen gehen, werden wir sicher aufmerksamer sein, die ein oder anderen Verkaufsstrategien erkennen und somit möglicherweise bewusster und vielleicht auch preiswerter einkaufen.

Susanne Wittmann, Klasse 9b


Planspielbörse: Depots sind eröffnet

 

Unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen nehmen auch heuer wieder am Planspielbörse der Sparkasse teil. Dazu steht eine App bereit, über die sie Aktien, Fonds, festverzinsliche Wertpapiere und Zertifikate handeln können. Das Spiel beginnt am 30. September, die Depots kann man bereits jetzt eröffnen. Teilnehmen können alle Schüler und Lehrer, nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Vilsmeier.


Erfolgreiche Unternehmerinnen aus Seligenthal

Fünf Schülerinnen des Gymnasiums der Schulstiftung Seligenthal konnten im Planspiel und Gründerwettbewerb „Ideen machen Schule“ der Hans-Lindner-Stiftung überzeugen und so den ersten Platz im regionalen Vergleich und den zweiten Platz im gesamten Wettbewerb erreichen. Sie erarbeiteten ein Konzept für einen Unverpacktladen mit Café. Dazu gehörten Termine bei Immobilienmaklern, um einen perfekten Standort im Zentrum von Landshut zu finden, der trotzdem noch einige Parkplätze beinhaltet, E-Mailverkehr mit potentiellen Großhändlern, die unverpackte und biologisch hergestellte Ware liefern können und diverse Treffen mit Versicherungsanbietern, um notwendige Absicherungen zu treffen.

Die Schülerinnen, die sich den Namen MIDORI gegeben haben, was aus dem Japanischen stammt und ins Deutsche übersetzt grün heißt, konnten vor allem mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie auf sich aufmerksam machen. Mit einem eindrucksvollen und ästhetisch ansprechenden Logo und einem eindringlichen Slogan (Don’t be useless. Use less.) kann die Marke nachhaltig im Gedächtnis der potenziellen Kunden verankert werden. Um die Botschaft zu verbreiten, sollten die üblichen Social-Media-Kanäle und ihre eigene Homepage bespielt und in lokalen Zeitungen annoncierte werden. 

Dies alles und die ausgearbeitete Idee wurde in einem über 120 Seiten langen Businessplan einer Fachjury dargelegt. Um die Idee der Nachhaltigkeit perfekt umzusetzen, führte MIDORI ein eigenes Pfandsystem ein, damit die unverpackten Lebensmittel bequem transportiert werden können, und sie sind Mitglied im Landshuter RECUP-Projekt.

Ein umfangreicher und minuziös ausgearbeiteter Finanzplan rundete die Arbeit der fünf Schülerinnen ab. Folglich konnte das Team in der Spielregion Landshut den ersten Platz belegen und qualifizierte sich so für die Endrunde. Üblicherweise wäre hier eine Präsentation vor mehreren Hundert Zuhörern angedacht, um so das Geschäftsmodell vorzustellen, welche dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Deshalb musste ein einminütiges Video vorbereitet werden, um auf diesem Weg die Idee aufzuzeigen. Auch dies klappt hervorragend und so konnte am Ende der zweite Platz der Gesamtwertung gewonnen werden.


Aktuelles:

Landshuter Stolpersteine wieder online

Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Geschichte haben 2017, unter der Leitung ihres Lehrers Michael Menauer, die verschiedenen Landshuter Stolpersteine vertont und Audioguides zu den Schicksalen jüdischer Einwohner Landshuts entwickelt. Diese Audioguides können Sie sich ab sofort wieder auf unserer Homepage anhören, die Texte nachlesen, sowie Arbeitsmaterial für den Unterricht herunterladen. Die Guides und die Texte können ebenfalls heruntergeladen werden.

Hier geht es zu den Landshuter Stolpersteinen