WWSE bescheinigt dem Gymnasium Seligenthal Bestnoten!
Hinter dem Begriff WWSE verbirgt sich eine umfassende Methode zur wahrnehmungs- und werteorientierten Evaluation von Schulen, die in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Schulwerk Bayern vom Kompetenzzentrum für Schulentwicklung und Evaluation der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bereits an über 700 Schulen durchgeführt wurde. Dabei wurden von allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und deren Erziehungsberechtigte anonyme digitale Fragebögen ausgefüllt, die zu den Bereichen Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung Vorstellungen bezüglich einer idealen Schule und die Beobachtungen zur konkreten Situation am Gymnasium Seligenthal abfragen. Nach einer umfassenden Auswertung wurden die Ergebnisse im Lehrerkollegium und in einer Arbeitssitzung mit Vertretern der Lehrkräfte, des Elternbeirats und der SMV intensiv besprochen, um Handlungsfelder für die Schulentwicklung festzulegen.
Wir alle waren natürlich sehr gespannt, welche Ergebnisse diese umfassende Evaluation bringen würde. Folgendes Zitat aus dem Abschlussbericht fasst das für uns sehr positive Ergebnis zusammen:
„Die am Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal festgestellten niedrigen Distanzen zwischen den Realitätseinschätzungen und den Einschätzungen der Ideale zeigen, dass bereits ein hohes Qualitätsniveau erreicht ist und die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern mit der Arbeit am Gymnasium Seligenthal sehr zufrieden sind. Für Schulleitung und Lehrkräfte der Schule ergibt sich der Auftrag, dieses bereits erarbeitete hohe Qualitätsniveau durch weitere innere Schulentwicklungsmaßnahmen zu sichern.“
Dabei lobten die Evaluatoren auch ganz besonders das familiäre Schulklima und den guten Zusammenhalt im Kollegium und der Schulfamilie, die ganz entscheidend für erfolgreiches Lehren und Lernen sind.
Dieses gute Ergebnis freut uns natürlich sehr, ist aber zugleich Ansporn für uns, die Qualität nicht nur zu sichern, sondern weiter zu steigern.
Die gemeinsame Auswertung der Daten mit Lehrkräften, Elternbeirat und SMV brachte dabei wertvolle Impulse und Ideen. Als besonderes Handlungsfeld kristallisierte sich im gemeinsamen Austausch das Feld der Unterrichtsentwicklung hinsichtlich einer noch besseren Förderung bei individuellen Lernschwierigkeiten heraus. In einem ersten Schritt wird sich unsere Schulentwicklungsgruppe mit Maßnahmen zum „Lernen lernen“ befassen, die bestehende Angebote bündeln und ausweiten sollen. Zu Beginn des nächsten Schuljahres soll hierzu ein Gesamtkonzept vorliegen. Bereits noch in diesem Schuljahr wird es ein Angebot für Q13 „Fit für das Abitur“, für Q12 „Fit in der Oberstufe“ und für die entsprechenden Jahrgangsstufen „Fit für EVA (eigenverantwortliches Arbeiten)“ geben. Weitere gute Vorschläge von Eltern- und Schülerseite wie eine Sprechstunde „Schüler für Schüler“ oder eine Zusammenfassung wichtiger Kontaktadressen bei persönlichen Problemen werden ebenfalls bereits hinsichtlich ihrer Umsetzung besprochen.
Damit erfüllte die Evaluation auch unsere Erwartungen für die Schulentwicklung, die am Gymnasium Seligenthal seit jeher eine große Rolle spielt, um den immer neuen schulischen Herausforderungen mit gut durchdachten Lösungen zu begegnen.
Ursula Weger und Christoph Babinger