Der Mensch ist MittelpunktJahrestreffen des Arbeitskreises benediktinischer Erziehung in Bayern im Januar 2026
Jedes Jahr treffen sich Schulen benediktinischer Träger, um gemeinsame Themen zu besprechen.
Dieses Jahr war Seligenthal Gastgeberin. Thematisch beschäftigte sich der Arbeitskreis mit Seelsorge und Pastoral als Proprium klösterlicher Schulen.
Abt Barnabas Bögele aus Ettal, der den Arbeitskreis leitet, begrüßte die Schulleiter und Lehrkräfte aus Ettal, Schweiklberg, Münster-Schwarzach, St. Ottilien, Schäftlarn, Niederaltaich, Neustift und Seligenthal. Priorin Sr. Pia hieß die Teilnehmer im Namen der Äbtissin Sr. Christiane Hansen willkommen.
Der Vormittag wurde von Ulrike Nübler gestaltet, die im Ordinariat Regensburg die Abteilung Schulpastoral leitet. In ihrem Impulsvortrag zeigte sie verschiedene Voraussetzungen, Wege und Ziele der Schulpastoral und Schulseelsorge auf und betonte die wichtige Rolle der Schulpastoral für die ganze Schulfamilie. Grundanliegen aller Bemühungen sei es, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und jedem Schüler, jeder Schülerin, aber auch den Lehrkräften und Eltern zu vermitteln: „Du wirst gesehen und wertgeschätzt“ unabhängig von sozialer Herkunft, Begabung und Leistung. Besonders wichtig seien deshalb personale Angebote, die Begegnung mit sich, dem anderen und Gott ermöglichen und Menschen in Fragen der Lebensgestaltung und des Glaubens begleiten. Wichtige Prinzipien seien Freiwilligkeit und Ökumene, denn gerade religiöse Unaufdringlichkeit schaffe Interesse. Als Motto überschrieb sie ihre Ausführungen in Anlehnung an einen Ausspruch des Psychologen Prof. Dr. Oswald Neuberger: „Der Mensch ist nicht Mittel. Punkt., sondern Mittelpunkt!“
Nach dem Mittagessen führte Sr. Dorothea von der Abtei Seligenthal die Teilnehmer durch den Kreuzgang, die dortige Ausstellung von Werken des Bildhauers Fritz Koenig und die Afrakapelle.
Der Nachmittag gehörte dem Austausch der Schulen zu konkreten Beispielen der Schulpastoral, die an den einzelnen Schulen umgesetzt werden, um voneinander zu lernen und Ideen auszutauschen.
Am Ende der Tagung waren sich alle einig: es war ein sehr gewinnbringender Tag mit wertvollen Impulsen für die schulische Arbeit an den einzelnen Schulen.
Ursula Weger