Das Leistungsfach PuG erkundet den Landtag
Im Rahmen ihres Leistungsfachs Politik & Gesellschaft folgten zehn Schülerinnen und Schüler der Einladung der SPD‑Landtagsabgeordneten Ruth Müller und besuchten mit ihrer Lehrkraft Simone Blaschke im Zuge einer Landtagsfahrt das Maximilianeum.
Nach einem gemeinsamen Vormittag in der Münchner Innenstadt stärkte sich die Gruppe in der Landtagsgaststätte, bevor das offizielle Programm begann. Schon dort kam eine intensive Gesprächsatmosphäre auf: Die jungen Erwachsenen diskutierten über die beeindruckende Architektur des Maximilianeums und seine ursprüngliche Nutzung als Studienstiftung. Das Gebäude wurde 1857 von König Maximilian II. gegründet – nicht als Parlamentssitz, sondern als Begabtenförderungsstätte. Die Stipendienstiftung des Maximilianeums unterstützt bis heute besonders begabte bayerische Schüler und Studierende mit Stipendien und bietet ihnen Wohnmöglichkeiten direkt im Gebäude, was die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten besonders faszinierte.
Bei der anschließenden Führung durch die repräsentativen Räume des Maximilianeums erfuhren die Gymnasiasten viel Wissenswertes über die Geschichte und die architektonischen Besonderheiten des geschichtsträchtigen Gebäudes. Ein kurzweiliger Informationsfilm vermittelte ihnen zudem einen Einblick in die Arbeit der Abgeordneten und der Verwaltung sowie in Gesetzgebungsprozesse und zeigte auf, wie Bürgerinnen und Bürger – und damit auch junge Menschen – daran mitwirken können.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Plenarsaals. Für das Gespräch mit Ruth Müller durften die Schülerinnen und Schüler auf den Plätzen der Abgeordneten sitzen – ein Erlebnis, das bei vielen sichtbaren Eindruck hinterließ.
Müller berichtete von ihrer Arbeit im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus und beantwortete zahlreiche Fragen der Jugendlichen. Sie betonte, wie wichtig politische Beteiligung junger Menschen sei – etwa in Jugendparlamenten oder in der Kommunalpolitik. „Wenn ihr euch dort engagiert, habt ihr eine viel größere Chance, dass eure Anliegen gehört und berücksichtigt werden“, erklärte sie und erzählte, dass sie selbst bereits mit 22 Jahren erstmals kandidierte.
Im weiteren Gespräch wurde unter anderem die von der SPD vorgeschlagene Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre diskutiert. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sprach sich dagegen aus, da viele Gleichaltrige aus ihrer Sicht noch zu beeinflussbar und nicht ausreichend reif für politische Entscheidungen seien.
Auch der Umgang mit sozialen Medien war Thema. Ein vollständiges Nutzungsverbot bis zum 16. Lebensjahr lehnten die Jugendlichen ab. Stattdessen sprachen sie sich für eine Nutzung ab 14 Jahren aus – allerdings verbunden mit klarer elterlicher Kontrolle und Begleitung, insbesondere hinsichtlich der konsumierten Inhalte.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Müller für die Einladung!
Simone Blaschke