Soldaten sind auch nur MenschenJugendoffizier Klaus Schedlbauer gewährt einen Einblick in die Arbeit der Bundeswehr

Mit einigen Lachern startet Jugendoffizier Klaus Schedlbauer am 20. Januar seinen Vortrag zum Thema Sicherheit und zu den Aufgaben der deutschen Bundeswehr. Schon im Rahmen seiner persönlichen Vorstellung gelingt es ihm, mit Aussagen wie „Soldaten sind tatsächlich auch nur Menschen. Die machen ganz normale Dinge in ihrer Freizeit. Wie Lehrer. Das glaubt mir jetzt vielleicht nicht jeder, aber es ist so.“, die Atmosphäre zu lockern und die Sympathie der Schülerinnen und Schüler der Q12 für sich zu gewinnen. Was der Vorstellung folgt, ist schließlich kein einfaches Thema: Sicherheit. Als Schedlbauer in einem Blitzlicht sammelt, was für die Jugendlichen „Sicherheit“ bedeutet, wird schnell klar: Es ist etwas, das hier oft als selbstverständlich gilt, über das man nicht nachdenkt. Genauso wenig wie über grundlegende Rechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, das aus deutscher Sicht selbstverständlich sein mag – bei dem aber ein Blick auf eine Weltkarte von Reporter ohne Grenzen (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/weltkarte/) reicht, um sich darüber bewusst zu werden, in wie vielen Ländern dieses vermeintliche Grundrecht eingeschränkt, gefährdet oder unterdrückt wird. Schedlbauer will Bewusstsein schaffen für Dinge, die nicht in Ordnung sind auf dieser Welt, und die auch die Sicherheit der Menschen gefährden. Sicherheit, so der Hauptmann, sei immer etwas Subjektives, aber nie selbstverständlich, was der Grund ist, warum die Arbeit internationaler Organisationen wie der UNO und der NATO, die er kurz vorstellt, so wichtig ist. Und der Grund, warum auch die Bundeswehr unverzichtbar ist: Sie übernimmt vielfältige Aufgaben, um in Zusammenarbeit mit anderen Ländern Krisen zu verhüten und zu bewältigen, unterstützt die NATO bei Auslandseinsätzen, rettet Flüchtlinge, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten, ist zuständig für die Landes- und Bundesverteidigung und kann in Krisenfällen auch innerhalb des Landes Einsatzkräfte unterstützen und humanitäre Hilfe leisten, wie beispielsweise bei extremem Hochwasser.

In jedem Fall haben die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Eindruck von der Arbeit der Bundeswehr und viele Diskussionsanregungen mit auf den Weg bekommen – und werden ihre persönliche Sicherheit und ihre Rechte nicht mehr als selbstverständlich ansehen.