Richtig streiten will gelernt sein!Präventionstag in den 5. Klassen

Gedankenloses Hinabstoßen des Füllers eines Mitschülers, Rempeln und Vordrängeln in der Mensa, Beleidigungen wegen der Kleidung - Schnell kann sich ein Streit entwickeln und über die sozialen Netzwerke eskalieren, wenn die Situation nicht rechtzeitig zwischen den Betroffenen geklärt wird. Doch wie verhalte ich mich, wenn die eigene Meinung im Widerspruch zur Meinung des Gegenübers steht? Wie vermeide ich Missverständnisse und wie formuliere ich mein Anliegen, um mein Ziel zu erreichen?
Dies zu lernen stand im Mittelpunkt des Präventionstags der 5. Klassen, den die Mediatoren aus den 8. und 10. Klassen mit großem Engagement durchführten.
Anhand verschiedener Rollenspiele ermittelten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen die Wirkung von unterschiedlicher Wortwahl und Herangehensweise. Schnell begriffen die Jüngsten in Seligenthal, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen, zu äußern und zu begründen, den Vorfall möglichst klar zu beschreiben und seine Wünsche zu formulieren, auch wenn es schwerfällt. Sie waren sich einig, dass das persönliche Gespräch zu suchen und seine Meinung eindeutig, aber sachlich zu äußern, die Grundlage für eine gelingende Kommunikation ist und das Hin und Her in sozialen Netzwerken zu vermeiden hilft.
Denn sein Gegenüber nicht vor sich zu sehen, verführt leicht zu Worten, die man dem anderen nicht ins Gesicht sagen würde. Dessen Mimik und Gestik nicht erfassen zu können, führt immer wieder zu Missverständnissen, die - ausgetragen über Smartphones - leicht eskalieren.
Konfliktkompetenz zu haben, bedeutet nicht, weniger Konflikte zu haben, sondern sie offen und angemessen auszutragen.

Maria Fischer