Eine lange Erfolgsgeschichte:DELF-Prüfung im Gymnasium Seligenthal

Das DELF (Diplôme en Etudes de la langue française) hat am Gymnasium Seligenthal eine lange Tradition. 2006 gehörte Seligenthal zu den ersten 10 Gymnasien in Bayern, die sich darauf einließen, ihren Schülern diese weltweit anerkannte Zusatzprüfung anzubieten. So kann man im Gymnasium Seligenthal stolz auf einige Hundert Schülerinnen und Schüler sein, die diese Prüfung seither erfolgreich ablegten.
Jedes Jahr warten die Prüfungsteilnehmer mit Spannung nicht nur auf die Aufgaben, denen sie sich stellen müssen, sondern auch auf die Vergabe der Diplome, die sich schon in vielen Fällen als wahrer Türöffner im Arbeitsleben zeigten.
Wegen der Pandemie musste die Diplom-Verleihung in den vergangenen beiden Jahren im kleinen Rahmen stattfinden. Umso mehr freuten sich deshalb die knapp 30 Prüflinge des vergangenen Schuljahrs, die Schulleitung und die DELF-Verantwortliche, dass Anfang Mai Louis Marandet, der Sprachenattaché des Institut français München, den Weg nach Seligenthal fand, um den erfolgreichen DELF-Teilnehmern des vergangenen Schuljahrs ihre Diplome in einer kleinen Feierstunde zu überreichen.
Nach einer musikalischen Einstimmung durch drei Schülerinnen der Klasse 9a des musischen Zweigs, die eine Sonate von Reinhard Keiser spielten, begrüßte die Schulleiterin, Frau Weger, die anwesenden Schülerinnen, Schüler und Herrn Marandet. Sie verwies auf die Bedeutung von Fremdsprachen nicht nur am Arbeitsplatz und betonte, wie sehr sich der Fremdsprachenunterricht in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. War es früher kaum üblich, die gelernten Fremdsprachen im Unterricht zu sprechen, so hat das Mündliche heute wesentlich an Bedeutung gewonnen. Die beim DELF geprüften Kompetenzen Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen sind auch wichtige Säulen im regulären Sprachenunterricht.
Herr Marandet wies die Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Chancen hin, die sie sich durch gesicherte Kenntnisse der französischen Sprache auf dem Arbeitsmarkt erwerben. Nicht nur die zweisprachigen Studiengänge, die heute an zahlreichen deutschen Universitäten angeboten werden und sich großer Beliebtheit erfreuen, sondern auch die große Zahl der französischen und bayerischen Firmen, die im jeweiligen Nachbarland agieren, eröffnen den Jugendlichen unzählige Möglichkeiten, interessante und attraktive Arbeitsplätze zu besetzen, an denen sie ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen können. Abiturienten können zudem verschiedene Angebote des deutsch-französischen Jugendwerks nützen, um z. B. für einige Monate oder ein ganzes Jahr in Frankreich zu arbeiten und dabei Erfahrungen zu sammeln, die ihnen im späteren Berufsleben mehr als nützlich sein werden.
Zur Übergabe der Diplome gab es für die erfolgreichen Prüflinge ein kleines Dankeschön des Institut français und eine Rose von der DELF-Verantwortlichen des Gymnasiums Seligenthal. 

Evelyn Dreier