Ein Tag als RuderlegionärNavis lusoria in Regensburg am 26. Juli 2022

Im Rahmen der Projekttage in der letzten Schulwoche reisten alle 8. Klassen im Rahmen des Latein- und Geschichtsunterrichts nach Castra Regina (Regensburg) an den nassen Limes, an die Danuvia (die Donau). Auf einem Seitenarm der Donau, der Naab, durften die SchülerInnen sich in Marinelegionäre verwandeln und eine historisch getreue Rekonstruktion einer Römergaleere, die „navis lusoria“ rudern. Begleitet von einem Kapitän (proreus), einem Steuermann (gubernator) und einem Mann für die Ordnung und Disziplin, haben die SchülerInnen sofort gemerkt, dass hier Selbstbeherrschung (silentium!), Teamwork (societas) und den Blick auf den Vorder- und Hintermann (respicere) ausschlaggebend für den Erfolg der Ruderfahrt sind. Dann hieß es: 1. Ruder nach vorn 2. Ruder eintauchen und nach hinten drücken 3. Ruder wieder raus aus dem Wasser. Bis das sich harmonisch eingespielt hat, hat es einige Zeit und Nerven gekostet, aber für die Gruppendynamik der Klassen war es sehr gewinnbringend. Anschließend hat ein Geschichtsstudent, gekleidet wie ein römischer Legionär, vom Leben als Soldaten, seiner Eignung, seinen Belastungen, den Kampftechniken und seiner Ausrüstung ausführlich und nachvollziehbar erzählt und dies mit rekonstruierten Schwertern, Speeren, Schildern und einer echten Römersoldatenrüstung ganz praktisch vorgeführt.

 

Nach dem kulturellen Genuss (fructus)von Porta Praetoria, steinerner Brücke und dem gotischen Petersdom von Regensburg haben sich die SchülerInnen an diesem heißen Tag von ihren Anstrengungen als RudersoldatIn bei einem kühlen Eis erfrischt (recreatio).

 

Patrick Krippner