175 Jahre Gymnasium Seligenthal

Hochrangige Gäste beim Jubiläum: (v.l.) Stellvertretender Landrat Peter Dreier, Domkapitular Prälat Johannes Neumüller, Staatssekretär Bernd Sibler, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, Schulleiterin OStD Ursula Weger, Festrednerin MdB Gerda Hasselfeld, Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner, ­stellver­tretender Dekan der evang. Kirche Michael Lenk, Landrat a.D. Josef Neumeier, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung Seligenthal

Ein ganz besonderes Jubiläum durfte das Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal am 12. und 13. Oktober 2013 feiern. Genau vor 175 Jahren hatten die Schwestern des Konvents beschlossen, nach der Säkularisation dem Bildungsauftrag König Ludwigs I. nicht nur mit der Gründung einer Volksschule nachzukommen, sondern für Mädchen auch eine weiterführende Schule mit Internat einzurichten.

Dies war zur damaligen Zeit, als Mädchen noch keinen Zugang zu staatlichen Gymnasien hatten, eine nicht hoch genug zu schätzende Entscheidung und so kamen die Schülerinnen nicht nur aus der Stadt, sondern aus der ganzen ­Region, um in Seligenthal eine ­fundierte Bildung in Sprachen, ­Mathematik, Naturwissenschaften und musischen Fächern sowie eine Erziehung auf der Basis des christlichen Menschenbildes zu erhalten.

Ein Festakt am Samstag, den 12. Oktober, eröffnete das Jubiläumswochenende. Zahlreiche Festredner wie Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, Domkapitular Prälat Johannes Neumüller, stellver­tretender Dekan der evang. Kirche Michael Lenk, Staatssekretär Bernd Sibler, Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner und der stell­vertretende Landrat Peter Dreier lobten einstimmig den hohen
Stellenwert der Werteerziehung in ­Seligenthal, der die Schule Hand in Hand mit einem exzellenten Unterricht zu etwas ganz Besonderem macht, einem „Ort von Gnade und Grazie“ wie Michael Lenk es formulierte, an dem Jugendliche zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Persönlichkeiten erzogen werden und das Rüstzeug zu einem gelingenden Leben bekommen. Die Festrednerin Gerda ­Hasselfeldt, die selbst drei Jahre Schülerin des Gymnasiums gewesen war, erzählte anschaulich, wie sie als eher schüchternes Mädchen in der Obhut der Schule ­angeleitet wurde, ihre Stärken zu entdecken, und machte den heutigen Schülerinnen Mut, in Politik und Gesellschaft Verantwortung in Führungsaufgaben zu übernehmen. Ein kurzer Abriss der wechselvollen Schulgeschichte durch die Schulleiterin rundete den Festabend ab. Chor, Orchester und ­verschiedene Musikensembles des Gymnasiums sorgten für einen schwungvollen und von höchstem Können geprägten Rahmen, der in Ravels Bolero seinen Höhepunkt fand.

Beim anschließenden Stehempfang konnten die 500 geladenen Gäste – darunter viel Prominenz, aber auch viele ehemalige Schülerinnen und Lehrkräfte – den Abend in anregenden Gesprächen ausklingen lassen.

Der Festgottesdienst am Sonntag wurde von Bischof Dr. Rudolf ­Voderholzer gefeiert, der in seiner Predigt die Schule als „Turm der Bildung“ bezeichnete und die Aufgabe des Konvents als Herz aller Bildungseinrichtungen hervorhob.

Beim anschließenden „Tag der ­offenen Tür“ ließ er es sich nicht nehmen, die verschiedensten ­Aktivitäten und Darbietungen der Schülerinnen und Schüler zu besuchen und gemeinsam mit der ganzen Schulfamilie in der Mensa zu essen. Hier wurden die schier unzähligen Besucher von der ­Junior Bigband und den „Blechbix’n“ – ­einer Formation ehemaliger Schülerinnen – aufs Beste unterhalten.

Der Elternbeirat sorgte in professioneller Weise für das leibliche Wohl und die zum Jubiläum erschienene Schulchronik und der Kalender fanden reißenden Absatz.

Eine historische Ausstellung zur Schulgeschichte weckte bei vielen Besuchern ­Erinnerungen an eigene Schul­erlebnisse, die im Gespräch rege ausgetauscht wurden.
Ein hochkarätiges Konzert ehe­maliger Schülerinnen und Schüler im Salzstadel beschloss die Jubiläumsfeierlichkeiten.

Der Dank der Schule gilt allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und dem Elternbeirat, die durch ihre kreativen Ideen und tatkräftige Umsetzung diese erlebnisreichen Tage möglich gemacht haben und in der gemeinsamen Anstrengung einmal mehr den „guten Seligenthaler Geist“ gezeigt haben, der die Schule auch heute nach 175 Jahren prägt.

Die ausführliche und reich bebilderte Schulchronik und der Kalender sind auch weiterhin an der Pforte und im Sekretariat erhältlich.

Ursula Weger (Auszug aus dem Jahresbericht 2013/14)


Auszug aus dem Jahresbericht als pdf

Berichterstattung der Presse zum Schuljubiläum