16.02.2016 11:37 Alter: 2 yrs

Bildhauerin Marlene Neubauer-Woerner

Kategorie: Schule + Kunst, Schulisches Leben (GYM)
Ursula Weger Nachlass-Stiftung für Schulstiftung Seligenthal

Bildhauerin Marlene Neubauer-Woerner, 1918 – 2010, (Foto: Gerd Pfeiffer)

Es ist ein besonderer Glücksfall, dass viele Skulpturen, Reliefs und Bilder der bedeutenden Bildhauerin Marlene Neubauer-Woerner aus ihrem Nachlass der Schulstiftung Seligenthal in Form einer Stiftung überlassen wurden.

Dies umso mehr, als die 1918 in Landshut geborene Bildhauerin in Seligenthal zur Schule ging, bevor sie die keramische Fachschule in Landshut besuchte und im Alter von nicht ganz 18 Jahren als Keramikmeisterin abschloss. 1936 begann sie in München das Studium der Bildhauerei, was damals für eine Frau sehr ungewöhnlich war. Auch der Schritt in die Selbständigkeit 1946 war deshalb besonders schwer, doch gelang es der ausgewiesenen Architekturbildhauerin und Meisterschülerin Prof. Richard Knechts bald, durch die Qualität ihrer Arbeiten zu überzeugen.

Sie schuf eine Vielzahl von Skulpturen für öffentliche Auftraggeber (vor allem die Stadt München, den bayerischen Staat und kirchliche Institutionen) wie z.B. den Ida-Schumacher-Brunnen auf dem Viktualienmarkt.

In Landshut zeugen der Schäfflerbrunnen am Hofberg, der Brunnen mit dem Edelfräulein im Hof der Alten Post, der Angela-Merici-Brunnen im Ursulinenkloster und nun auch in Seligenthal mit der Sammlung Neubauer-Woerner eine Vielzahl von Skulpturen, Reliefs und Bildern vom Können der mit vielen Preisen ausgezeichneten Künstlerin, die 2010 in München verstarb.

Detaillierte Informationen und Bilder zu Leben und Werk von Marlene Neubauer-Woerner finden sich im Internet unter www.galerie-neubauer.de.

06.03.2015 08:24 Alter: 3 yrs

„Das ist eine große Gabe“ - Zustiftung Neubauer-Woerner

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CR Sammlung Marlene Neubauer-Woerner geht als Zustiftung nach Seligenthal

Marlene Neubauer-Woerners Papageno mit (von links) Ursula Weger, Äbtissin M. Petra Articus, Rainer Neubauer und Carsten Riegert

Auf Initiative von Altoberbürgermeister Josef Deimer sind große Bronzeplastiken, Kleinplastiken, Aquarelle und Skizzen der Münchner Bildhauerin Marlene Neubauer-Woerner durch eine Zustiftung an die Schulstiftung Seligenthal gegangen. Rainer Neubauer, Sohn der 2010 verstorbenen Künstlerin, sprach bei einem Termin in der Abtei Seligenthal von einer „klassischen Win-win-Situation“.

„Meine Mutter wollte immer, dass ihre Sammlung erhalten und zugänglich bleibt“, sagte Rainer Neubauer, der sich im Hinblick auf eine Stiftung zunächst an den damaligen Münchner  Oberbürgermeister Christian Ude gewandt hatte. „Ude hat sich dann auch bemüht, musste mir aber irgendwann mitteilen, dass die Stadt aus allen Nähten platzt und für eine weitere Sammlung momentan keine Unterbringungsmöglichkeit bestehe.“

2008 habe er dann bei einer Neubauer-Woerner-Ausstellung in der Stadtresidenz Josef Deimer getroffen und mit ihm über das Thema gesprochen. Deimer schlug das Kloster Seligenthal als Standort vor – nicht zuletzt deshalb, weil Marlene Neubauer-Woerner hier in den 20er Jahren die Grundschule besucht hatte. Gemeinsam mit Äbtissin M. Petra Articus besuchte Josef Deimer in Folge Neubauers Galerie und schnell war man sich einig, der Sammlung in Seligenthal eine neue Heimat zu geben.

Die Installation der Sammlung vollzieht sich nun in drei Phasen. In der ersten Phase werden große Außenplastiken auf dem Kloster-Areal platziert. In einer zweiten Phase sollen der frisch renovierte Bereich und der Gästebereich der Abtei ausgestattet werden. Und bis zum Herbst soll mit der Bestückung des Besuchersaals die dritte Phase des Umzugs abgeschlossen sein. Insgesamt handelt es sich um knapp 150 Objekte aus Stein, Keramik und Bronze.

„Das ist eine große Gabe, die wir da bekommen haben“, freute sich Carsten Riegert, Geschäftsführer der Schulstiftung Seligenthal, am Montag über die Sammlung. Ursula Weger, Leiterin des Gymnasiums Seligenthal, betonte den Wert, den die Figuren aufgrund ihres kulturgeschichtlichen Hintergrunds auch für den Unterricht hätten: „Ganz gleich, ob wir es mit Papageno oder mit Orpheus und Eurydike zu tun haben – die Kinder bekommen im Musik-, Deutsch- oder Lateinunterricht einen ganz anderen Zugang. Das ist eine Bereicherung für den Fachunterricht über die ästhetische Bildung hinaus.“

Marlene Neubauer-Woerner wurde 1918 in Landshut geboren, besuchte in den 30er Jahren die Landshuter Keramikfachschule, studierte von 1942 bis 1945 als erste Frau Architekturbildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitete ab 1946 als freischaffende Bildhauerin in München. Am Viktualienmarkt steht seit 1977 der Ida-Schumacher-Brunnen, ihr bekanntestes Werk.

Zum Landshuter Stadtbild gehören seit Jahrzehnten das Edelfräulein im Hof der Alten Post und der tanzende Schäffler beim Ochsenwirt. -ku-

LZ, 06.03.2015, S. 28
"Das ist eine große Gabe"

LZ, 03.03.2015, S. 25
"Neue Skulpturen für die Bildhauerstadt"

Kunstraum Gymnasium Seligenthal
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