Projekte und Aktivitäten in Seligenthal

Schule ist mehr – Seligenthaler engagieren sich in vielen Projekten innerhalb und ausserhalb der Schulfamilie. Hier finden Sie eine Übersicht von Aktivitäten aus allen aktuellen Projekten.

Nachrichten aus allen Seligenthaler Projektaktivitäten

Fairtrade Tag am Gymnasium Seligenthal Dezember 2017

Kurz vor Weihnachten fand in der Unterstufe des Gymnasiums Seligenthal ein Fairtrade Tag statt.


„Worin unterscheiden sich Fairtrade Orangen von normalen Orangen?“, war das Thema in den fünften Klassen. „Sie sehen doch alle wie Orangen aus.“  „Ja, das mag schon sein“,  – und so erklärten die Tutoren aus den 10. Klassen den Schülern erst einmal den Begriff Fairtrade und warum das Gymnasium Seligenthal seit Jahren eine Fairtrade Schule ist.

In praktischen Lernstationen erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was den Unterschied macht:

Es geht hauptsächlich darum, dass alle Leute von ihrer Arbeit  menschenwürdig leben, die Kinder in die Schule gehen und mit der Fairtrade Prämie beispielsweise Trinkwasserbrunnen oder Krankenstationen gebaut werden können. Bei Produkten mit dem Fairtrade Zeichen wird das garantiert.

In den sechsten Klassen machte man sich über die „Globalisierung im Kleiderschrank“ Gedanken. Woher kommt unsere Kleidung, was verdient eine Jeansnäherin, waren nur einige der Fragen, mit denen sich die Schüler beschäftigten. Dass eine Jeans tatsächlich oft über 50.000 Kilometer gereist ist, bis sie von der Fertigung  in unseren Kleiderschrank wandert, oder dass eine Näherin für eine Jeans etwa 50 Cent bekommt, war für etliche Schüler doch recht erstaunlich. Viele Kinder arbeiten in den Entwicklungsländern in der Textilbranche. Sie können ihren Lohn aber nicht behalten, sondern geben ihn in der Familie ab, damit es für sie zum Überleben reicht. Das nennt sich ausbeuterische Kinderarbeit. Nur in wenigen Fällen bleibt dann für die arbeitenden Kinder noch genung Zeit, um selber eine Schule besuchen zu können.

In den siebten Klassen lag der Schwerpunkt beim Thema „Handy“. Frau Andrea Gerung, von der Eine Welt Station in Landshut, erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass es neben dem Nutzen von Handys auch viele Risiken und Gefahren gibt. Oft denken wir nicht daran, unter welchen Umständen die Rohstoffe für die Handys, wie Gold, Platin oder Coltan.Gerade beim Coltanabbau im Kongo sind viele Kinder im Einsatz. Dabei stellten sich die Schüler die Frage, wass sie selber  dagegen tun können. Oft reicht es schon, wenn man sich überlegt, ob man wirklich ein noch funktionierendes Handy austauschen soll?

Am Ende  des Projekttages bemalten die Schülerinnen und Schüler noch für sich eine Fairtrade Weihnachtskugel und ein  Schüler meinte :„Das war ein cooler Tag und sollte auf jeden Fall wiederholt werden.“


Autor: ws | Datum: 21.12.2017