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Jahrestagung der 53 Sozialwissenschaftlichen Gymnasien Bayerns am Gymnasium Seligenthal in Landshut

Stärkung der politischen Bildung als wichtiges Ziel des Gymnasiums


(v.li. Stefan Grabrucker (ISB), Werner Ziegler, Sigrid Rechenauer, Dr. Wolfgang Mutter (KM), Ursula Weger, Bernhard Vonbrunn

Ganz im Zeichen der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, unsere Jugendlichen zu verantwortungsfähigen und verantwortungsbereiten jungen Menschen zu erziehen, stand die Jahrestagung der 53 Sozialwissenschaftlichen Gymnasien Bayerns im April dieses Jahres am Gymnasium Seligenthal. In einem kurzen Rückblick auf die Tätigkeit der drei Sprecher der Sozialwissenschaftlichen Gymnasien mit OStD Sigrid Rechenauer für die staatlichen Schulen, OStD Bernhard Vonbrunn für die kommunalen Schulen und OStD Ursula Weger für die privaten Schulen Bayerns wurde deutlich, wie wichtig die intensive Überzeugungsarbeit des Arbeitskreises bei der Weichenstellung für das neunjährige Gymnasium gewesen war. In enger Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium gelang es, die Stundenzahl des Faches Sozialkunde, das in Zukunft sehr viel zutreffender in „Politik und Gesellschaft“ umbenannt wird, in allen Zweigen zu erhöhen, um dem zunehmenden Desinteresse junger Leute an Politik und den aufkommenden Nationalismen und der Gesellschaftsfähigkeit von populären Stammtischparolen entgegenzuwirken. Die Komplexität und Vernetzung gesellschaftlicher und politischer Fragen und Probleme verlangen eine fundierte fachliche Bildung, die ganz besonders im Sozialwissenschaftlichen Zweig mit dem Kernfach „Politik und Gesellschaft“ geleistet werden kann, denn die dafür so nötige vertiefte Auseinandersetzung mit politischen Strukturen und gesellschaftspolitischen Fragen ist unverzichtbar, um unseren Jugendlichen das Rüstzeug zu geben, Vorurteilen und fahrlässigen Vereinfachungen nicht einfach Glauben zu schenken und sie fit zu machen, oft ungefilterte Informationen in den Medien aufgrund ihres fundierten Wissens richtig einzuordnen und zu bewerten. Damit leistet das Fach „Politik und Gesellschaft“ auch wichtige Dienste in der im neunjährigen Gymnasium neu akzentuierten Digitalen Bildung.

Wie sehr dieser Arbeitskreis am Ministerium als „Expertengremium“ geschätzt wird, zeigte die Anwesenheit des Ltd. MR Dr. Wolfgang Mutter, der die Schulleiterinnen und Schulleiter über die bereits festgelegten Rahmenbedingungen des neunjährigen Gymnasiums informierte und die Bedeutung dieses hochaktuellen Zweigs, den bayernweit über 6 500 Schülerinnen und Schüler besuchen, betonte. OStR Stefan Grabrucker vom ISB, berichtete über den aktuellen Stand der Lehrplanarbeit und nahm die Anregungen der Schulleiterinnen und Schulleiter für inhaltliche Aspekte des Lehrplans gern auf.

Ein wichtiger Tagespunkt war die Neuwahl des Sprechers für die kommunalen Schulen, da OStD Bernhard Vonbrunn, der diese Aufgabe mit großem Engagement in den letzten Jahren wahrgenommen hatte, zum 1.8.2018 in den Ruhestand geht. Neu gewählt wurde OStD Werner Ziegler vom Münchener Theodolindengymnasium, sodass die Sprecherriege nun wieder komplett ist, um auch in den nächsten Jahren die Anliegen der sozialwissenschaftlichen Gymnasien engagiert zu vertreten.

Ursula Weger


Autor: ws | Datum: 20.04.2018