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Christmas is “humbug, humbug, humbug“

Seligenthaler Schüler genießen einen Theaterabend im Kulturzentrum Gasteig


Christmas is “humbug, humbug, humbug“

In drastischen Worten beschreibt Charles Dickens seinen Protagonisten Ebenezer Scrooge als hartherzigen und spaßbefreiten Geizhals, der Weihnachten verabscheut und seinen Mietern selbst an Weihnachten keinen Penny Mietverzug nachsieht. “But he was a tight-fisted hand at the grindstone, Scrooge! A squeezing, wrenching, grasping, scraping, clutching, covetous, old sinner! Hard and sharp as flint, from which no steel had ever struck out generous fire; secret, and self-contained, and solitary as an oyster.” Weihnachten, so verkündet der Einzelgänger lauthals und wiederholt, das ist für ihn “humbug, humbug, humbug”. Selbst die Damen von der Wohlfahrt, die in der Aufführung der American Drama Group für viele Lacher sorgen, verlassen sein Haus mit leeren Händen und langen Gesichtern.

Die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Seligenthal durften im Anschluss bestaunen, wie Ebenezer Scrooge noch in der Weihnachtsnacht von drei Geistern besucht wird: the Ghost of Christmas Past, the Ghost of Christmas Present and the Ghost of Christmas Yet to Come. Auf meisterhafte Art und Weise stellen die Schauspieler im Anschluss die Transformation des alten Miesepeters dar, sie beziehen dabei das humorvolle Publikum mit ein, untermalen das Stück mit toller Musik und verwandeln das spartanische Bühnenbild in eine der großen Stärken der Aufführung.

Charles Dickens Geschichte A Christmas Carol wurde vor 175 Jahren veröffentlicht, hat aber – das meinten auch die Schüler – nichts von seiner Anziehungskraft verloren und auch die Gesellschaftskritik des Klassikers zeigt nach wie vor scharfe Zähne. Gebannt verfolgten die Seligenthaler die Transformation des Ebenezer Scrooge und erlebten einen wundervollen, englisch-sprachigen Theaterabend im Kulturzentrum Gasteig (München). 

Michael Menauer


Autor: HEC | Datum: 19.12.2017