Alle Nachrichten aus dem Gymnasium Seligenthal

„Kunst und Krempel“ in Seligenthal

Eine ganz besondere Ehre widerfuhr unserer Aula in den Allerheiligenferien


als Drehort für die bekannte Sendereihe „Kunst und Krempel“ bot sie vom 3.-5. November 2017 die Kulisse für die Aufzeichnung von 16-20 Folgen.

Vorausgegangen war schon Monate vorher eine intensive Begutachtung durch ein Team des Bayerischen Fernsehens, das die Akustik der Aula und die Rahmenbedingungen der Schule für so ideal befand, dass der Entschluss, im Gymnasium  zu drehen, schnell feststand. Dass die Drehtage in die Allerheiligenferien fielen, war von schulischer Seite natürlich sehr begrüßenswert.

Schon zu Ferienbeginn begann dann die Verwandlung der Schule: dicke Kabelstränge führten von den Fenstern des 2. Stocks zu den Übertragungswägen am Bismarckplatz;  ein Kursraum wurde mit vielen Monitoren zur Sendezentrale umgebaut, ein Musikraum als Schminkraum für die Maske hergerichtet. Die ganze Mensa fungierte als Empfang für die vielen Gäste aus nah und fern, die ihre Kunstschätze zur Begutachtung durch namhafte Experten angemeldet hatten. Die Aula war nach den Aufbauarbeiten fast nicht wiederzuerkennen: abgedunkelte Fenster und eine eigene Lichtregie garantierten eine perfekte Beleuchtung des Stucks an Decke und Wänden sowie des Reliefs der Hl. Cäcilia, ein roter Teppich und runde Tischchen mit alten Stühlen schufen eine gemütliche Kaffeehausatmosphäre.

Am Freitagmorgen hieß es dann „Bühne frei“ und schon bald türmten sich auf den Mensatischen je nach Thema des Tages Schmuck, Pretiosen aus Glas oder Porzellan, Gemälde, Möbel  und religiöse Volkskunst. Manch einer wurde überrascht vom Wert des billig am Flohmarkt erstandenen „Trödels“, manch einer musste aber auch einsehen, dass sein vermeintlich wertvolles Stück allenfalls ideellen Wert besitzt. Besonders interessant waren bei den in die Aufzeichnung genommenen Gegenständen die Geschichten, die ihre Besitzer zu erzählen wussten. Auch besonders skurrile Objekte wie eine mit einem Schlüssel abschließbare Flasche für Spirituosen sorgten für besondere Aufmerksamkeit.  Zudem konnte man durch die Kommentare der begutachtenden Fachleute eine Menge über Herstellungstechniken, Kunstgeschichte oder Gepflogenheiten bei Auktionen etc. lernen.

Wie professionell und eingespielt das große Team des BR arbeitete, zeigte sich auch nach der Aufzeichnung. Noch in der Nacht von Sonntag auf Montag wurden alle Räume wieder in ihren „Originalzustand“ versetzt, sodass am Montagmorgen auch dort, wo wenige Stunden vorher noch rege Studioatmosphäre  geherrscht hatte, zum Leidwesen mancher Schüler  der Unterricht ganz normal stattfinden konnte.

Ursula Weger


Autor: ws | Datum: 07.11.2017