Alle Nachrichten aus dem Gymnasium Seligenthal

Eine „alte Dame“ erstrahlt in neuem Glanz

Die Generalsanierung des Gymnasiums ist abgeschlossen!


Tango Fatale aufgeführt von Christoph Ganslmeier, Clara Goetz und Ilona Rohrmann

Ehrengäste beim Festakt

Bernd Sibler

Architekt Carl Schnabel

Gottesdienst

Musikalische Umrahmung des Gottesdienstes durch das Gymnasium

Hopfenspritzer Galopp aufgeführt von Juliane Strasser, Sarah Lichtmannecker, Lina Jahn, Melanie Pauli, Regina Pfeuffer, Hannah Obermeier, Hildegard Briller


Mit Gottesdienst und Festakt wurde im Beisein vieler Ehrengäste am Freitag, 30. September 2016 der erfolgreiche Abschluss der Generalsanierung von Abtei und Schulen gefeiert.

Über 15 Jahre beherrschten Baulärm, Gerüste und das stete Kommen und Gehen von Arbeitern das Schulleben, doch der Kraftakt hat sich wahrlich gelohnt: neben Abtei, Kindergarten und Grundschule wurden auch das Gymnasium und die Wirtschaftsschule mit einem finanziellen Aufwand von 11,2 Millionen Euro generalüberholt und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu kamen der Neubau der großen Mehrzweckhalle 2005 und der Neubau der Mensa im dritten Bauabschnitt 2014, beides eine große Bereicherung für die Schulen. Acht Unterrichtsräume für Biologie, Chemie und Physik – ausgestattet mit den neuesten Medien – ermöglichen nicht nur einen hervorragenden naturwissenschaftlichen Unterricht, sondern geben auch viel Raum für eigenes Experimentieren. Drei Musiksäle und mehrere Übungszimmer für den Instrumentalunterricht sowie zwei Kunstsäle garantieren beste Rahmenbedingungen für die musisch-ästhetische Erziehung und der Sport ist mit den großen Sportanlagen und zwei modernen Sporthallen bestens bedient. Auch die offene Ganztagsbetreuung hat nun sehr ansprechende Räumlichkeiten für Freizeit und Lernen.

Dabei gelang es auf ganz hervorragende Weise die Tradition der schlichten zisterziensischen Baukunst aus dem Mittelalter  mit den Anforderungen einer modernen Schule zu verbinden. Der äußerst reizvolle Kontrast von Gebäudeteilen mit altem Gewölbe, einer Aula im Rokokostil und modernen Bauelementen mit viel Glas und Licht schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die durch zahlreiche Bronzeskulpturen und Reliefs der bekannten Bildhauerin Marlene Neubauer-Woerner und moderne Gemälde des Landshuter Malers Toni Waim  eine zusätzliche ganz individuelle  Note erhält.  Ein Spaziergang durch Haus und Gelände wird damit zu einer Wanderung durch verschiedene Baustile und künstlerische Welten  und regt Schülerinnen und Schüler auch zu eigenem  künstlerischen Schaffen an, wie viele Schülerarbeiten in den Gängen zeigen.

Damit haben sich  die jahrelangen Einschränkungen, die für die Schulfamilie immer wieder zu einem wahren Kraftakt wurden, mehr als gelohnt. Eine große Hilfe war dabei das Nebengebäude in der Seligenthalerstraße, das der Landkreis der Schulstiftung  zur Verfügung stellte, sodass der Unterricht während der Bauzeit nicht in Container ausgelagert werden musste.

Die Freude über das großartige Ergebnis und die Erleichterung über  den guten Ablauf der Baumaßnahmen bestimmte auch die Feier zum Abschluss der Sanierung.

Bischof Dr. Rudolph Voderholzer hielt den Festgottesdienst, der von den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums mit Beiträgen auf höchstem Niveau musikalisch gestaltet wurde. In seiner Predigt betonte er die große Aufgabe der Klöster und Kirchen, in Bildungseinrichtungen Wissen und Werte zu vermitteln, ein Auftrag, den 1835 König Ludwig I. ausdrücklich zur Voraussetzung für die Wiedereröffnung des Klosters Seligenthal nach der Säkularisation machte und dem der Konvent seitdem vorbildlich und mit großer Überzeugung bis heute nachkommt.

Auch Staatsekretär Bernd Sibler betonte bei seiner Festansprache in der Aula die hohe Wertschätzung des Bayrischen Staates für die kirchlichen Schulen, die neben einer hervorragenden Wissensvermittlung ein ganz besonderes Augenmerk auf die Herzensbildung legen und so im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung  den ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen helfen, verantwortungsvolle Persönlichkeiten zu werden. Seine Begeisterung für das Ergebnis der Sanierung fasste Bernd Sibler  mit einem Zitat aus dem bekannten Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“ treffend zusammen.

Zu welch kreativen Leistungen Kinder und Jugendliche in der anregenden und doch geborgenen Atmosphäre Seligenthals fähig sind, zeigten die Beiträge von Kindergarten, Grundschule, Hort, Wirtschaftsschule, Fachakademie und Gymnasium, die einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen des Schulzentrums gaben.

Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich auch Oberbürgermeister Hans Rampf, Landrat Peter Dreier, Regierungspräsident Heinz Grunwald mit seiner Frau, zahlreiche Äbte und Äbtissinnen befreundeter Orden, MdL Helmut Radlmeier, Vertreter verschiedener Behörden und der Schulaufsicht sowie der verschiedenen Gewerke, deren zuverlässige Arbeit Äbtissin Petra Artikus bei ihrer Begrüßung ganz besonders hervorhob, verbunden mit einem herzlichen Dank an alle Unterstützer und Helfer.

Ein gemeinsames Essen und Führungen durch die sanierten Gebäude beendeten den Festtag, der in die 178jährigen Schulgeschichte  des Gymnasiums als Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft eingehen wird.

Begleiten Sie uns auf einen Schulrundgang in Bildern


Autor: OStD Ursula Weger | Datum: 05.10.2016