Religionsunterricht

Der evangelische Religionsunterricht dient der Kommunikation der Schülerinnen und Schüler mit der christlichen Tradition und anderen religiösen Traditionen.

Das Ziel ist also nicht, dass die teilnehmenden Schüler gläubiger werden, sondern dass sie mündiger werden in ihrer Position gegenüber dem Glauben und der Tradition – gläubig oder ungläubig, skeptisch oder vertrauensvoll.

Auch nicht-christliche Schülerinnen nehmen daher selbstverständlich am Unterricht teil und tragen aus ihrer je eigenen Perspektive Wertvolles zum Unterrichtsgeschehen bei.

Auch andere religiöse und philosophische Traditionen werden angemessen und voller Respekt in den Blick genommen. Es wird aus der Überzeugung heraus gelehrt, dass jede Religion potentiell Wertvolles zum vertieften Verständnis von Gott, Welt und Mensch beitragen kann. 

Im Lehrplan werden verschiedene Stoffbereiche immer wieder altersgemäß berührt:
Gott, Christus und Heiliger Geist in den Texten der Bibel, die Geschichte der Kirche, zentrale christliche Glaubensaussagen, Ethik als Frage nach einem gelungenen Leben und der Bereich der anderen Religionen.

Mal stehen mehr die Erfahrungen der Schüler und Schülerinnen im Mittelpunkt, mal mehr der vorgegebene Aufgabenbereich, also der Lerninhalt.
Stets wird versucht, dass die Lebenswelt der Schüler und das oft Fremde der christlichen bzw. religiösen Tradition sinnvoll aufeinander bezogen werden, sodass im Ergebnis das eine das andere beleuchtet und verdeutlicht.

Zum Ende auf das Abitur hin erfolgt dann eine vertiefte Zusammenschau der wichtigsten theologischen Inhalte, sodass sich schließlich ein organisches Ganzes ergibt. Die Schüler und Schülerinnen sollen einen vertieften und authentischen Einblick in die lebendige christliche Tradition erhalten und sich selbständig und begründet dazu positionieren können.

Der evangelische Religionsunterricht folgt dem vorgegebenen Lehrplan, der hier zu finden ist.
(Bild: Hannah Bernt, Radierung zur Sintflut-Geschichte)