Projekte und Exkursionen

Der Chemieunterricht ist nur halb so spannend, wenn man nichts ausprobieren darf. Aus diesem Grund veranstalten wir Exkursionen, bspw. zu Wacker Chemie in Burghausen, besuchen Chemie-Schülertage an der LMU in München, nehmen am Chemie-Schnupperpraktikum der Universität Regensburg teil und vieles mehr.

Jedes Jahr werden spannende P-Seminare angeboten, deren Ergebnisse hier auch bewundert werden können.

Chemieschülerinnen – mal wieder tief ins Reagenzglas geschaut!

Praktikumsbericht Uni Regensburg

 

Anfang Oktober durften wir, vier chemiebegeisterte Schülerinnen der Oberstufe des Gymnasiums, an der Universität Regensburg am Schülerpraktikum Chemie teilnehmen. Dort haben wir zusammen mit erfahrenen Studenten gruppenweise verschiedene Versuche durchgeführt, die wir im Voraus nach eigenen Interessensgebieten selbst wählen durften. Dazu gehörte zum Beispiel die Extraktion von Piperin aus schwarzem Pfeffer, das Experimentieren mit Ferrofluiden oder die Herstellung von Duftestern. Das Praktikum erstreckte sich über einen Zeitraum von zwei Tagen, diese Zeit wurde nebst den Versuchen dazu genutzt, um Professoren der Universität mit Fragen zu löchern, mehr über die Studiengänge der Universität durch Vorträge zu erfahren und schon einmal ein wenig in das Studentenleben hineinzuschnuppern.

 

Was hat dir besonders am Praktikum gefallen?

 

Anja: Man konnte die Universität Regensburg und den Studiengang Chemie von einer ganz anderen Seite kennenlernen, da man nicht nur als normaler Besucher bei einem Schnuppertag vor Ort, sondern „mittendrin statt nur dabei“ war.

Man stand selbst im Labor, arbeitete mit den Studenten zusammen, und durfte z.B. auch das Mensaessen der Uni genießen.

 

Lena: Ich fand es sehr interessant, den Studentenalltag kennenzulernen und nicht nur die positiven Aspekte aufgelistet zu bekommen wie in einer Werbung, sondern das ganze selbst zu erleben und von erfahrenen Studenten auch mal von Stress und ewigen Stunden im Labor zu hören. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof, auch das Studentenleben sicher nicht. Aber um mit Freude ins Studium starten zu können, ist es denke ich wichtig auch eine realistische Vorstellung davon zu haben, wie es weitergeht, anstatt mit der Illusion von ein paar bunten Reagenzgläschen ins Studium zu stolpern. Außerdem hat die Arbeit in Kleingruppen viel Spaß gemacht, da man selbstständig und dennoch unter professioneller Anleitung herumexperimentieren durfte.

 

Hast du auch schlechte Erfahrungen während des Praktikums gemacht?

 

Anja: Das einzig negative war, dass leider zu wenig Zeit zur Verfügung stand, um alle gewählten Versuche durchzuarbeiten

 

Lena: Die Vorträge waren ein wenig ermüdend, auch während der Versuche hätten ein paar Pausen der Konzentration sicher nicht geschadet, vor allem wenn man mit gefährlichen Substanzen hantiert, ist es wichtig achtsam und konzentriert zu sein.

Hat das Praktikum deine Berufsentscheidung in irgendeiner Weise beeinflusst?

Anja: In dem Sinne hat es meine Berufsentscheidung nicht wirklich beeinflusst, da ich mir davor schon sicher war, etwas in die chemische Richtung zu studieren, jedoch hat es mich auch nicht davon abgebracht.

 

Lena: Ich hatte tatsächlich ein Chemiestudium als „Plan B“ in Erwägung gezogen, doch auch wenn die zwei Tage interessant und spaßig waren, kann ich mir nach den zahlreichen Gesprächen mit den Studenten und dem Gesamterlebnis nun nicht mehr vorstellen, in einen chemischen Studiengang einzusteigen. In diesem Sinne war das Praktikum eine gute Entscheidungshilfe.

 

Würdest du das Praktikum anderen Chemieinteressierten empfehlen?

 

Anja: Auf alle Fälle, da man viele neue Inhalte lernen konnte, die teilweise nicht auf dem Lehrplan für das Gymnasium stehen und mit denen man sonst in der Schule nicht in Kontakt kommt.

 

Lena: Auch ich würde es weiterempfehlen, da es wirklich Spaß gemacht hat und den chemischen Horizont sozusagen noch einmal ein wenig erweitert hat. Für Chemiebegeisterte also durchaus eine wertvolle Erfahrung!

 

Hatte das Praktikum auch in irgendeiner Weise positive Auswirkungen auf deine schulische Laufbahn?

 

Anja: Manche Versuche hatten nicht wirklich einen Effekt auf die schulische Laufbahn, da sie, wie bereits oben erwähnt, nicht direkt in der Schule behandelt werden, jedoch konnte man z.B. durch die Extraktion von Piperin aus schwarzem Pfeffer die bereits gelernten Grundlagen zu Extraktionsverfahren gut anwenden und somit ein besseres Verständnis dafür erlangen.

 

Lena: Für mich waren das Praktikum und die Materialien, die wir begleitend erhalten hatten tatsächlich sinnvoll für meine Seminararbeit. Durch Zufall hatten wir im Praktikum eine Verseifung durchgeführt, welche ich später dann bei der Herstellung eines Universalreinigungsmittels, was das Thema meiner Arbeit war, bereits beherrschte und auch die chemischen Vorgänge dahinter verstanden hatte. Dies ermöglichte mir, mein beim Praktikum erlangtes Wissen anzuwenden und Zusammenhänge zum Gesamtthema der Arbeit zu knüpfen.

 

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass das Praktikum für alle vier Teilnehmerinnen eine bereichernde Erfahrung war, die dem ein oder anderen die Augen geöffnet hat und jedem einzelnen einen realitätsnahen Einblick in das Leben als Chemiestudent ermöglichte.

 

Lena Linke, Anja Kirner

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