Wettbewerbe im Bereich Sozialkunde

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Seligenthal nehmen regelmäßig an verschiedenen Wettbewerben teil. Im Schuljahr 2014/15 belegten die Klassen 10d und 9b den dritten bzw. vierten Platz beim Bundeswettbewerb zur politischen Bildung. Auch in diesem Schuljahr wurde wieder sehr kreativ und mit großem Engagement für diesen Wettbewerb gearbeitet.

Beiträge im Schuljahr 17/18

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10b

The Age of Trump

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d

Gemeinsam sind wir stark - ein Video gegen Terrorismus

 

Beiträge im Schuljahr 16/17

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10c

Islam und Europa - Wie passt das zusammen?

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d

Es geht um die Wurst!

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10e

Body `n`Soul - Gesundheit ist die erste Pflicht im Leben

 

Beiträge im Schuljahr 15/16

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10b

Obdachlosigkeit 

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10c

Lebensmittel für die Tonne

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d: 

Obdachlose in Landshut

 Wettbewerbsbeitrag Klasse 10f:

Homosexuelle im Fußball

 

 

 

Nachrichten zu Wettbewerben

„Von Opfern und Lappen“, eine Studie zur Verrohung von Sprache

Seligenthaler gewinnen Geldpreis beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2018


Schülerinnen der 10c sowie die Politiker Nicole Bauer (MdB, FDP), Alexander Putz (OB Landshut, FDP), Ruth Müller (MdL, SPD) und Helmut Radlmeier (MdL, CSU)

Unsere Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2018 begannen wir, die Klasse 10c, mit der demokratischen Auswahl eines passenden Themas. Ziemlich schnell und eindeutig fiel die Wahl auf die Fragestellung, ob in unserer Gesellschaft eine „Verrohung von Sprache“ zu beobachten sei und welche Konsequenzen dieses Phänomen möglicherweise auf unser Zusammenleben haben könnte. Den Aufhänger fanden wir sehr spannend: es war die Kontroverse um die deutschen Rapper Kollegah und Farid Bang, die den damals bereits umstrittenen Musik-Preis „Echo“ erhielten, obwohl ihre Texte antisemitische und frauenfeindliche Passagen enthalten. Viele Künstler protestierten gegen die Vergabe des Preises und der Echo wurde kurze Zeit später in seiner ursprünglichen Form abgeschafft. In Deutschland redete man über Sprache.

In der ersten Projektsitzung diskutierten wir dann über den Aufbau des Videos und darüber, welche Interviewpartner wir für dieses Thema anfragen könnten. Wir wollten die Schüler und Lehrer des Gymnasiums mit standardisierten Fragebögen zu ihren Beobachtungen befragen, auch sollten Passanten in der Landshuter Fußgängerzone zu Wort kommen. Wir wollten mit der Polizei reden (PHK Patrick Baumgartner), ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin organisieren (Dr. phil. Andrea Neubauer), mit einer Lehrerin sprechen (StRin Eva-Maria Enzinger) und vor allem interessierte uns auch: Was sagt die Politik zur Streitfrage „verrohte Sprache“? Speziell hier überwältigte uns die Resonanz auf unsere Interviewanfragen, auch weil wir selbst die Terminfindung in die Hand nahmen und die Telefonate führten. Mit Herrn Putz, Herrn Radlmeier, Frau Müller und Frau Bauer konnten wir sage und schreibe einen Oberbürgermeister, zwei Landtagsabgeordnete und eine Bundestagsabgeordnete für unser Projekt gewinnen. Die Vorbereitung und die Durchführung der Interviews machte uns riesigen Spaß und wann kann man diese Persönlichkeiten schon einmal in einem solch kleinen Rahmen treffen? Frau Müller und Herr Radlmeier stellten sich nach den Interviews dann sogar noch der ganzen Klasse 10c für Fragen zur Verfügung, ganz kurz nach den Landtagswahlen in Bayern war das eine sehr spannende Angelegenheit. Wir fühlten uns ernst genommen und freuten uns, dass sich so viele hochrangige Politiker Zeit für uns nahmen. Danke dafür!

Nun war es „lediglich“ noch unsere Aufgabe, das Video zu basteln. Dazu schrieben wir zunächst ein grobes Skript, wählten Musik aus, werteten alle Fragebögen statistisch aus, entwarfen Redebeiträge für unsere Moderatorinnen, kürzten drei Stunden an Videomaterial auf ca. drei Minuten und setzten alle diese Bausteine durch einen ansprechenden Schnitt zusammen. Hier merkten wir, wie schwierig und nervenaufreibend die Produktion eines Fernsehbeitrags sein muss und von welch tollen Wortbeiträgen man sich aufgrund eines vorgegeben Zeitrahmens schweren Herzens trennt.

Umso mehr freute uns dann die Nachricht, dass die 45-köpfige Jury des Wettbewerbs „die inhaltliche Qualität und kreative Gestaltung des Beitrages als sehr preiswürdig“ einstufte   unser Video mit einem Geldpreis in Höhe von 150 Euro auszeichnete.


Autor: Michael Menauer | Datum: 25.03.2019