Wettbewerbe im Bereich Sozialkunde

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Seligenthal nehmen regelmäßig an verschiedenen Wettbewerben teil. Im Schuljahr 2014/15 belegten die Klassen 10d und 9b den dritten bzw. vierten Platz beim Bundeswettbewerb zur politischen Bildung. Auch in diesem Schuljahr wurde wieder sehr kreativ und mit großem Engagement für diesen Wettbewerb gearbeitet.

Beiträge im Schuljahr 17/18

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10b

The Age of Trump

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d

Gemeinsam sind wir stark - ein Video gegen Terrorismus

 

Beiträge im Schuljahr 16/17

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10c

Islam und Europa - Wie passt das zusammen?

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d

Es geht um die Wurst!

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10e

Body `n`Soul - Gesundheit ist die erste Pflicht im Leben

 

Beiträge im Schuljahr 15/16

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10b

Obdachlosigkeit 

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10c

Lebensmittel für die Tonne

Wettbewerbsbeitrag Klasse 10d: 

Obdachlose in Landshut

 Wettbewerbsbeitrag Klasse 10f:

Homosexuelle im Fußball

 

 

 

Nachrichten zu Wettbewerben

Das Jugendparlament in Seligenthal


Die Seligenthalerin Kim Seibert verteidigt ihren Gesetzenwurf

    

Die Teilnehmer/innen im Schmuckhof 

Während der Faschingsferien (10.2. – 14.2.2016) fand am Gymnasium Seligenthal die regionale Auswahlkonferenz des Europäischen Jugendparlaments statt. Um im Februar in Landshut sein zu dürfen, mussten die Schülergruppen aus Bamberg, Erlangen, Frankfurt, Karlsruhe, Leverkusen, München und Traunstein allerdings nicht nur auf der Landkarte einen weiten Weg zurücklegen.

Zuvor hatten sie sich nämlich für diese Konferenz qualifizieren und gegen große Konkurrenz durchsetzen müssen. Eine 7-köpfige Gruppe des Seligenthaler Gymnasiums war deshalb erleichtert, als ihr Beitrag ebenfalls mit einer Einladung belohnt wurde. Unter den rund achtzig Teilnehmern befanden sich, wie Agatha Weidemann (Q12) berichtet, nicht nur deutsche Schüler: „Das Media Team bestand aus vielen verschiedenen Nationalitäten, wie z.B. Leuten aus der Türkei, aus Schweden oder aus Serbien. Mein Chairman (SEDE) Geri kam aus Albanien und erzählte uns, dass er durch das EYP im vergangenen Jahr 20 verschiedene (EU-)Länder bereist hat.“

Um bei diesem Regionalfinale bestehen zu können, hatten sich die Teilnehmer im Vorfeld gezielt auf kontroverse und komplexe Europa-Themen vorbereitet. Neben der Zukunft der Energieversorgung, dem Thema Datenspeicherung oder der Umsetzbarkeit der Strategie „Europe 2020“ standen natürlich auch ganz aktuelle Streitfragen wie Flucht und Sicherheit auf dem umfangreichen Programm. Nach ihrer Ankunft arbeiteten die Schülerinnen in Landshut dann aber nicht alleine und „im stillem Kämmerlein“, sondern bastelten fieberhaft mit anderen Teilnehmern in sogenannten „Komitees“ an ihren Gesetzesentwürfen.

Mit Blick auf die Inhalte stellt Magdalena Wittmann (Q12) fest: „Ich war wirklich sehr zufrieden mit meinem Thema, das sich um einen Digitalen Markt in Europa und das Beschützen der Konsumenten in eben diesem drehte.“ Julia Ablaßmeier (Q11) resümiert, dass sie „in dem Komitee war, das sich um die aktuelle Flüchtlingslage in Europa kümmerte. An sich war das Thema sehr interessant und hochaktuell, aber es war schwierig, Lösungsansätze zu finden, da die Meinungen doch sehr auseinander gehen.“ Trotz der Arbeit kam aber laut Agatha auch der Spaß nie zu kurz: „Wenn wir in Diskussionen hängen blieben, dann riefen unsere Chairmen „Penguin“, das bedeutete, wir mussten alle aufstehen, tanzen und Justin Biebers Song ,,Baby’’ singen.“

Nach einem Freitag voller Diskutieren, Recherchieren und Formulieren verteidigten die Teilnehmer am Samstag und Sonntag in der Plenumsdebatte vor den anderen Schülern, dem  Oberbürgermeister Hans Rampf, der Schulleitung und der lokalen Presse ihre Gesetzesentwürfe. Jedes Komitee musste sich 45 Minuten verantworten und es entfalteten sich teilweise hitzige – aber stets faire – Diskussionen. Im Anschluss signalisierten dann die anderen „Abgeordneten“ per Handzeichen, ob der Vorschlag für sie so annehmbar war. Die Jungpolitiker agierten hierbei äußerst kritisch, so schafften es in Landshut von neun Resolutionen nur  drei zur endgültigen Verabschiedung. Das demoralisierte aber niemanden.. „Unsere Resolution wurde mit knapp zwei Stimmen nicht angenommen, was jedoch nicht dramatisch schlimm war. Letztendlich war uns der Weg, also wie wir dorthin gekommen sind, und die Erfahrung wichtiger.“ so Susanne Schrittenlocher (Q11).

Die Jury entschied sich am Ende für die Delegationen aus Leverkusen, München und Frankfurt; diese Schüler werden im Juni in Lübeck am nationalen Finale teilnehmen. Aber auch die Seligenthaler können sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden sein, Julia Schmöger (Q12) bekam als Lohn für ihre rege Teilnahme und ihre durchdachten Beiträge ein Einzelticket nach Lübeck überreicht. Eine große Ehre, die nur wenigen Teilnehmern zukam. Magdalena drückt Julia die Daumen und ist „sehr stolz“ auf die Mitschülerin, die uns „verdient und würdig im Finale vertreten wird.“

Neben dieser inhaltlichen Arbeit, die ausschließlicher in englischer Sprache vollzogen wurde, warteten aber noch zahlreiche andere Highlights auf die Delegierten. Sie lernten sich in Team-Building Sessions im Schnellverfahren kennen, präsentierten im „Euro Village“ verschiedene europäische Länder und  deren kulinarische Köstlichkeiten, feierten am Samstag in der Poschinger Villa eine Party und fanden sogar noch Zeit für eine Stadtführung. Trotz anfänglicher Skepsis konnten hier sogar die Lokalmatadoren noch etwas lernen: „Auch die Stadtführung war toll aufgezogen, als Landshuterin hat man zwar die ein oder andere Sache schon gehört oder gewusst, ich habe aber gern für ein paar Auswärtige meinen „Senf“ dazu gegeben und ihnen meine Sicht von Landshut dargelegt.“

Nach vier Tagen in Landshut kehren die Schüler nun in ihre (Bundes)Länder zurück, doch was nehmen sie aus dieser viertägigen Politiksimulation mit? Susanne kann sich vorstellen, „noch einmal teilzunehmen, dann aber als Journalistin oder als Teil des Organisationsteams.“ Julia meint, dass sprachlicher Zuwachs und eine „größere Sicherheit beim Sprechen vor Publikum“  bleibende Errungenschaften darstellen und Magdalena sieht den Mehrwert der Veranstaltung sowohl auf der sprachlichen als auch auf der sozialen Ebene: „Ich nehme zwei Dinge mit: Zuerst einmal habe ich die Hemmschwelle, auf Englisch vor mehreren Leuten zu sprechen, überwunden. Ich fand es aber auch sehr interessant, die verschiedensten jungen Menschen in Landshut zu treffen und die Begeisterung zu erleben, die das ganze Orga- und Helfer-Team ausstrahlte. Ich habe ein paar wirklich interessante Menschen getroffen, für deren Begegnung ich sehr dankbar bin.“ Auch Agatha zieht ein positives Fazit und spricht aus, was sich das Jugendparlament seit nunmehr 25 Jahren auf die Fahnen schreibt: „Das EYP war eine unvergessliche Erfahrung, das uns nicht nur einen Einblick in die Europapolitik verschaffte, sondern uns wie richtige EU-Politiker fühlen ließ.“

Unter vimeo.com/155745948 können Sie sich selbst einen Eindruck der Veranstaltung verschaffen. 

 

Ehemalige Teilnehmerinnen aus Seligenthal sind nun in der Organisation tätig

Julia Schmöger bei einem ihrer vielen Redebeiträge


Autor: ps | Datum: 27.02.2016