W- und P-Seminare im Fach Sozialkunde

Zur Zeit laufen folgende Seminare:

W-Seminar Macht der Bilder - Bilder der Macht 2016/2018

W-Seminar Konfliktherde der Weltpolitik 2015/2017

P-Seminar Wir gewinnen den Europäischen Wettbewerb 2015/2017

 

 

vergangene Seminare:

P-Seminar Institutionen der EU 2014/2016

W-Seminar Arabellion - Revolution in der arabischen Welt 2013/2015

 

Das W-Seminar Konfliktherde der Weltpolitik bei der Arbeit: Welche Konflikte kann man welchem Land/welcher Region zuordnen?

So viele Konflikte ..
Das meiste haben wir in den Medien schon gehört!
Die Zuordnung ist gar nicht so einfach...

Nachrichten zu P- und W-Seminaren

Besuch einer syrischen Lehrerin im W-Seminar „Konfliktherde der Weltpolitik“


Am 25.2.16 besuchte uns eine Syrerin, die in Deutschland Asyl gefunden hat, in unserem W-Seminar „Konfliktherde der Weltpolitik“. In diesem Seminar sprechen wir über Unruhen, Kriege und Aufstände in der ganzen Welt – so zum Beispiel auch in Syrien – allerdings immer aus der Sicht der deutschen bzw. westlichen Medien. Um aber einen tieferen Einblick zu bekommen und uns gar einmal eine andere Meinung über die Situation bilden zu können, organisierte unsere Seminarleiterin Frau Pusl das Treffen mit der syrischen Lehrerin Aliya J. Diese erzählte in ihrem Vortrag, bei dem nicht nur unser Kurs, sondern auch andere interessierte Schüler/innen und Lehrer anwesend waren, über sich, ihr Land und ihre Zukunft. Aliya J. lebt nun seit 10 Monaten mit ihrem Enkel und ihrer Cousine in Landshut und fühlt sich hier sehr wohl. Die Familie kam nach ihrer Flucht nach Beirut über die UNO nach Deutschland. Uns überraschte dabei, dass nicht jeder Flüchtling über die Türkei und die Balkanroute zu uns kommt, sondern die UNO über Kontingente Menschen nach Deutschland einfliegt. Die Syrerin betonte, wie dankbar sie der UNO und den Deutschen sei, dass sie und ihre Familie wie so viele andere ihrer Landsleute hier Schutz und Hilfe finden, erklärte aber auch im Hinblick auf die Vorfälle in Köln, dass Syrer, die sich nicht angemessen in Deutschland benehmen, zurückgeschickt werden sollten. Im Anschluss zeigte sie uns Bilder von Syrien vor und jetzt während des Kriegs, was uns traurig stimmte, denn Syrien war vor dem Krieg ein sehr schönes Land, das nun komplett in Trümmern liegt. Auf die Frage nach Assad erklärte sie, dass viele Syrer hinter Assad stehen, da er für wirtschaftlichen Aufschwung sowie ein schöneres Aussehen Syriens gesorgt habe. Sie setzt große Hoffnungen darauf, dass der Krieg bald beendet wird und sie mit ihrer Familie nach Aleppo zurückkehren kann. Schlussendlich bedankten wir uns mit einem kleinen Geschenk – ein Korb Schokolade – für den Vortrag, der uns einen neuen Blickwinkel auf die Situation in Syrien geöffnet hat, einen Blickwinkel, den wir durch theoretischen Unterricht und die Berichterstattung in den Medien nicht erhalten hätten.

Anna-Lena Mottinger, Q11


Autor: ps | Datum: 14.03.2016