Auszeichnungen für das Gymnasium Seligenthal in Landshut

Zahlreiche Auszeichnungen in unterschiedlichsten Bereichen sprechen für großes Engagement von SchülerInnen und Verantwortlichen. Viele Prämierungen dürfen so der Öffentlichkeit präsentiert werden:

Fairtrade-Schule
Im Rahmen der Schulkampagne zeichnet TransFair Schulen zu „Fairtrade-Schools“ aus. Mit der Auszeichnung werden die Schulen für ihr Engagement im Fairen Handel honoriert. Zur Projekt-Seite

Umweltschule in Europa
Die Deutsch­­e Gesellschaft für Umwelterziehung verleiht diese Auszeichnung für besondere Anforderungen an die Umwelterziehung und umweltgerechtes Verhalten.
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Zertifikat für Projekt Erziehungsgemeinschaft
Das Katholische Schulwerk in Bayern zeichnet das Gymnasium Seligenthal für die erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule aus.

Zertifizierte Katholische Schule
Das Katholische Schulwerk in Bayern zeichnet das Gymnasium Seligenthal für nachhaltige Qualitätssicherung aus.


Zertifikat für nachhaltige Schulentwicklung
Das Katholische Schulwerk in Bayern zeichnet das Gymnasium Seligenthal für nachhaltige Schulentwicklung aus.


Urkunde für erfolgreiche Integrationsarbeit
Die Regierung von Niederbayern zeichnet das Projekt ”Brückenklasse für internationale Jugendliche” am Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal mit dem Niederbayerischen Integrationspreis aus.


Schule ohne Rassismus
Das Gymnasium Seligenthal in Landshut wurde am 26. Januar 2012 von der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC) zertifiziert. Zusammen mit der ebenfalls zertifizierten Wirtschaftsschule Seligenthal freuen wir uns über diese Auszeichnung.

Partnerschule Verbraucherbildung
Eine Jury aus Mitgliedern der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Bildung und Kultus und des VerbraucherService Bayern zeichnete unsere Schule aus.

Nachrichten zu Auszeichnungen

Seligenthaler „Brückenkurs” – ein Vorzeigemodell

Auszeichnung mit dem Niederbayrischen Integrationspreis 2016


v.li n.r. Die DaZ-Lehrerinnen Gudrun Graf und Stefanie Stegerer, Maria Fischer, Ursula Weger, Staatsministerin Emilia Müller, Carsten Riegert, Regierungspräsident Heinz Grunwald

Schülerinnen und Schüler der Brückenklasse

Urkunde der Regierung

Eine ganz besondere Würdigung aus der Hand der Bayrischen Staatsministerin Emilia Müller und des Regierungspräsidenten Heinz Grunwald erfuhr das Engagement des Gymnasiums Seligenthal, ausländischen Kindern und Jugendlichen ohne Deutschkenntnisse einen guten Start an weiterführenden Schulen zu ermöglichen. Dabei handelt es sich um eine wichtige Ergänzung des Angebots der Übergangsklassen an den Mittelschulen, das sich speziell an gymnasial begabte und hoch motivierte Schülerinnen und Schüler richtet, die bereits in ihrem Herkunftsland eine unseren Gymnasien oder Realschulen vergleichbare Schulart besucht haben und nur aufgrund fehlender Deutschkenntnisse dem Unterricht an einem Gymnasium nicht folgen können. Meist handelt es sich dabei um Kinder ausländischer Arbeitnehmer im Landshuter Raum, es werden jedoch auch Kinder asylsuchender Eltern und unbegleitete Flüchtlinge aufgenommen, soweit sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen.

39 Schülerinnen und Schüler aus 16 Nationen absolvierten im vergangenen Schuljahr das jahrgangsübergreifende Brückenkursprogramm, in dem sie von zwei als DaZ(Deutsch als Zweitsprache)-Lehrerinnen speziell ausgebildeten Kolleginnen im Rahmen von 10-16 Wochenstunden intensiv in Deutsch geschult werden, um dem Unterricht in den einzelnen Fächern bald folgen zu können. Gleichaltrige Mitschüler als Paten sorgten dafür, dass sie sich in den Unterrichtsstunden in den Gastklassen ihres Jahrgangs schnell heimisch fühlten. In interkulturellen Trainingsmodulen wurden den internationalen Schülerinnen und Schülern deutsche Gepflogenheiten und – altersgemäß angepasst – Kenntnisse über unser Staatssystem und gesellschaftliche Strukturen vermittelt. Auch das gesamte Lehrerkollegium hatte sich auf den Weg gemacht und sich intensiv mit Möglichkeiten beschäftigt, den Fachunterricht und Prüfungsaufgaben so zu gestalten, dass den noch unsicheren Deutschkenntnissen Rechnung getragen wird, ohne inhaltliche Anforderungen zu reduzieren. Ein weiterer Pfeiler des Projekts war die Einbeziehung der ausländischen Eltern, um auch mit ihnen trotz Sprachbarrieren eine Erziehungsgemeinschaft verwirklichen zu können. Dafür war es notwendig, ein Netzwerk von Sprachmittlern zu bilden und es war ganz erstaunlich, wie viele Fremdsprachen von Polnisch, Rumänisch, Spanisch bis zu Russisch und Chinesisch bereits im eigenen Kollegium abgedeckt werden konnten.

Eine intensive Schullaufbahnberatung nach dem erfolgreichen Absolvieren des Brückenkurses sorgte für einen reibungslosen Übergang ins Regelschulsystem. Die meisten blieben am Gymnasium, einige besuchen eine Real- oder Wirtschaftsschule und eine Schülerin aus Syrien schaffte es sogar in den Vorkurs der Fachhochschule.
Damit hat das Projekt die Erwartungen mehr als erfüllt.

Der große Erfolg des Projekts zeigt sich auch im hohen Zuspruch in diesem Schuljahr: 50 Schülerinnen und Schüler aus 18 Nationen sind derzeit am Gymnasium Seligenthal: 22 Kinder und Jugendliche ohne Deutschvorkenntnisse besuchen seit Schulbeginn die Brückenklasse, 28 weitere sind bereits im Regelunterricht, erhalten aber in vier zusätzlichen Wochenstunden eine Anschlussförderung, damit auch ihr weiterer Schulweg als Regelschüler noch fürsorglich begleitet werden kann.

Auch das Patensystem wurde ausgebaut, sodass nun auch ältere Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen ehrenamtlich als Hausaufgabenhilfe zur Verfügung stehen.

Die Auszeichnung mit dem Integrationspreis ist deshalb eine Ehrung der gesamten Schulfamilie, die auf dieses Projekt – so Staatsministerin Emilia Müller – „ sehr stolz sein darf“. Dabei leistet es nicht nur eine schnelle, effektive und damit auch kostengünstige Integration der ausländischen Kinder in unser Schulsystem und unsere Gesellschaft, sondern ist auch eine große Bereicherung für unsere deutschen Schülerinnen und Schüler, die durch die persönlichen Kontakte und Freundschaften mit unseren „Brückenkindern“ viel Interessantes aus den Herkunftsländern erfahren.

Ein großer Dank gebührt auch Stadt- und Landkreis und allen Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Brückenklasse möglich gemacht haben, verbunden mit der Hoffnung, dass auch im neuen Schuljahr Sponsoren gefunden werden können, die mithelfen, dass dieses Projekt weitergeführt werden kann.

Mehr zur Brückenklasse


Autor: OStD Ursula Weger | Datum: 05.10.2016