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P-Seminar Mallorca - eine gelungene Exkursion


Schülerinnen der Q11 auf Mallorca

Ich freute mich schon auf unsere Exkursion nach Mallorca, seitdem ich erfahren hatte, dass ich Teilnehmer meines Erste-Wahl-Seminars bin. 

Nachdem wir uns ein halbes Jahr lang gründlich vorbereitet hatten (Erstellen von Reiseplänen, Erwerben landeskundlicher Kenntnisse, sprachliche Vorbereitung), war es dann am 2. Oktober diesen Jahres endlich so weit und unsere Condor hob ab gen der größten balearischen Insel, wo wir nach anfänglichen Landeschwierigkeiten mit hohen Temperaturen und Sonnenschein begrüßt wurden. An unserem ersten Tag erkundeten wir gleich mal die Balenarios und den Touristenort El Arenal, was uns nach der Reise und bei dem schönen Wetter aber spätestens dann demotivierte, als wir die vielen Leute beobachten durften, wie sie am Strand liegen oder gerade baden gehen. Trotzdem war die Tour interessant und wir haben viel an Wissen dazu gewonnen. Am Abend ging das ganze Seminar geschlossen und freiwillig gleich nach Ende der dem Abendessen folgenden Besprechung ins Bett. Der nächste Tag wurde zweigeteilt: den Vormittag verbrachten wir in dem wunderschönen und idyllischen 

Bergdorf Valldemossa, am Nachmittag stand die Hauptstadt Palma auf dem Programm. Schon die Busfahrt nach Valldemossa war aufgrund des tollen Ausblicks ihr Geld wert und das Bergdorf selbst unbezahlbar. Dort oben war es so ruhig, keine angetrunkenen deutschen Touristen, sondern wirklich Einheimische, die den Besucher freundlich begrüßten. Das Kloster mit seinen Gärten vermittelte den Eindruck, als ob es noch bewohnt wäre und man fühlte sich so abgeschieden, wie in eine andere Zeit zurückversetzt. Am gigantischsten war jedoch die Aussicht aus dem Klostergarten hinunter in die Täler und hinüber auf die anderen Berge, die das Kloster selbst von der Weite verbergen, trotzdem aber dem Betrachter den Blick auf das entfernte Meer gewähren. Wir mussten alle feststellen, dass Valldemossa seinen ganz persönlichen Zauber besitzt, der sogar 17- und 18-jährige Teenager wie uns dazu bringen kann, diese ruhige und entspannte Atmosphäre einfach nur noch genießen zu wollen. Die Sightseeingtour in Palma, wobei einige Schülerinnen eigene Rechercheergebnisse vortrugen, war dann eher schon wieder anstrengend, aber dem Anspruch gerecht. Leider kamen wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt zur großen Kathedrale, was einen Gottesdienstbesuch in dieser schon von außen so prächtigen Kirche nur durch lange Wartezeit möglich gemacht hätte. Am Abend hieß es dann nur noch „Ballermann, wir kommen!“. Wir erkundeten die Schinkenstraße samt Bierkönig, entschieden uns aber dann doch geschlossen – und das war das Schöne – , uns zu unseren Lehrerinnen ins „Latinos“ zu begeben und dort unsere Gratis-getränke zu teilen. Angenehm überrascht wurden wir dann noch von einer spontanen Tanzeinlage von Frau Eberhard und Frau Menhofer. An unserem letzten Tag sollte die spanische Delegation unseres Seminars (alle außer mir) auf dem Markt in Palma und später im Einkaufszentrum, die von mir erstellte Umfrage zur Zweisprachigkeit auf Mallorca durchführen. Ich hingegen konnte mit Frau Eberhard der Sprache durch lernen wieder ein Stück näher kommen. Nachdem die Umfrage aufgrund eines Verbots durch Security-Guards des Kaufhauses abgebrochen wurde, startete unsere langersehnte Shoppingfreizeit in der Innenstadt. Am Spätnachmittag fuhren dann ein paar von uns noch zum Strand zurück, wo es aber an diesem Tag zu kalt und zu windig war, um ins Wasser zu gehen. Frau Menhofer blieb sogar am Strand nicht von den hohen Wellen verschont. Zwei von uns machten sich daraufhin noch auf den Weg zum Balenario 6, um sich ein persönliches Anliegen, ein Henna-Tattoo, zu erfüllen, bevor wir, zurück im Hotel, schon wieder für die Rückreise am nächsten Morgen packen mussten. 

Doch der letzte Abend übertrumpfte dann doch noch die vorherigen und startete mit einem überaus hervorragenden und fesselnden Vortrag – da waren sich alle einig – über die Entwicklung der Zweisprachigkeit auf der Insel von Frau Menhofer. Weiter ging es dann mit einer kleinen Gruppe zuerst auf den Markt und anschließend auf Wunsch von Laura, die in ihren 18. Geburtstag hineinfeiern wollte, erneut ins „Latinos“.

Meiner Meinung nach war das eine sehr gelungene Reise, bei der wir die Möglichkeit bekommen haben, Verantwortung zu zeigen und das Vertrauen in uns belohnt wurde. Danke dafür!

Lisa Kaltenbacher, Q12


Autor: Daniel Heckl | Datum: